Grausame Tat erschüttert Familie in Oberkaufungen - Polizei sucht unbekannte Täter

Schock: Unbekannte schneiden Kaninchen den Kopf ab

Kaninchenbock Winni

Kaufungen. Schock für Familie H. aus Kaufungen: Unbekannte haben in der Nacht zum vergangenen Samstag das Kaninchen der 14-jährigen Tochter im Garten des Hauses enthauptet und den Kopf mitgenommen.

Kaninchenbock Winni war seit vier Jahren liebevoll gehegtes Mitglied der Familie H. in Oberkaufungen und besonders der 14-jährigen Tochter ans Herz gewachsen. In der Nacht zum Samstag wurde der possierliche Stallhase Opfer einer grausamen Tat: Der Familienvater fand das Tier enthauptet in seinem Freigehege liegen, der vermutlich mit roher Gewalt abgerissene Kopf fehlte.

Bevor die Tochter und ihr elfjähriger Bruder aufgestanden waren, deckten die Eltern das tote Tier zu und ersparten so den Kindern den schlimmen Anblick. Trotzdem ist vor allem das Mädchen untröstlich. Vater H., der namentlich nicht in der Zeitung genannt werden möchte: „Wir haben Winni bei uns, seit er sechs Wochen alt war. Wer macht denn so was? Der muss doch wissen, was er den Kindern damit antut.“

Die herbeigerufene Polizei, bei der H. Strafantrag gestellt hat, bestätigte die Vermutung der Familie, dass Winni von einem Menschen getötet wurde. Wegen fehlender Kampfspuren und Fellresten in dem geschlossenen, kleinen Drahtfreilauf könne wohl ausgeschlossen werden, dass der Stallhase von einem Tier, etwa einem Marder, gerissen wurde, erklärte Polizeisprecherin Sabine Knöll. Der tote Körper des Stallhasen hatte - fast wie sorgsam ausgerichtet - auf dem Rücken gelegen. Hinweise auf den Täter gebe es nicht, auch seien keine anderen Fälle von Tiermisshandlungen in dem Neubaugebiet nahe dem Lossetalstadion bekannt.

Der 42-jährigen Familienvater kann sich die grausame Tat nicht erklären: „Wir haben doch keine Feinde und Winni kann niemanden gestört haben“, sagte er. Das Tier der Rasse Widder mit Hängeohren sei total zahm und friedlich gewesen und oft von den Kindern an der Leine durch den Garten geführt worden. Vor zwei Jahren, sagt H., habe er einen anonymen Brief erhalten, in dem er zu artgerechter Haltung des Kaninchens aufgefordert worden sei. Dabei sei es aber vor allem um ein zweites Tier gegangen.

Die Familie, die schon immer Kaninchen hatte, denkt darüber nach, einen Nachfolger für Winni zu finden. Doch die Tochter hat noch Angst: „Wir wollen ja nicht, dass so etwas noch mal passiert.“

Hinweise auf den oder die Täter erbittet die Polizei in Kassel unter Telefon 05 61/91 00.

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