CDU Kassel-Land verabschiedete ihr Programm für die Kreistagswahl im März

Union startet in die heiße Phase

Frank Williges

Kreis Kassel. Mit der Verabschiedung ihres Wahlprogramms am Mittwochabend in Breuna hat die CDU Kassel-Land die heiße Phase des Wahlkampfes eingeläutet. Vorrangiges Ziel bei der Kreistagswahl am 27. März sei es, die absolute Mehrheit der SPD zu knacken, erklärte CDU-Kreisvorsitzender Frank Williges, der das Programm erläuterte.

Ein Schwerpunkt gilt dabei der Reduzierung der Schulden. Dazu wollen die Christdemokraten innerhalb von fünf Jahren 100 bis 150 frei werdende Stellen in der Kreisverwaltung und den Eigenbetrieben nicht wieder besetzen. Entlassungen soll es nicht geben. Durch externe Beratung will man ausloten, wo insgesamt Einsparpotenziale liegen. Aufgaben des Kreises, die keine hoheitliche Bedeutung haben und die von privaten Anbietern gleichwertig und kostengünstiger erledigt werden können, sollen an die freie Wirtschaft abgegeben werden.

Einsparungen

Einsparmöglichkeiten sieht die Kreis-CDU auch durch die Gründung eines Regionalverbandes Nordhessen aus den nordhessischen Landkreisen und der Stadt Kassel. Begleitend dazu soll die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Landkreis Kassel durch weitere kostensparende Ämterfusionen intensiviert werden.

„Wir wollen dafür Sorge tragen, dass das Leben auf dem Land nicht zum Leben zweiter Klasse wird“, erklärte Williges weiter. Die ärztliche Versorgung der Menschen im gesamten Landkreis gelte es sicherzustellen. Erreicht werden soll dies durch wohnortnahe medizinische Versorgung mit Haus- und Fachärzten. Kreis, Kommunen, Kassenärztliche Vereinigung und Krankenkassen müssten stärker zusammenarbeiten. Und: Die Krankenhäuser im Kreis müssen erhalten bleiben.

Lebensqualität

Wichtig für die Lebensqualität auf dem Land ist die Mobilität. Der öffentliche Personennahverkehr sollte ausgebaut, eine Ergänzung des Angebots durch Bürgerbusse ins Auge gefasst werden.

Fahrtkosten für Schüler zur nächstgelegenen Schule sollen für alle Kinder übernommen werden. Im Bildungsbereich setzt die CDU auf wohnortnahe Grundschulen, ein weiteres gymnasiales Angebot ab Klasse 5 soll geschaffen werden. Zu den Gesamtschulen stellt die CDU fest: „Wir setzen uns dafür ein, dass hier sowohl G9- als auch G8-Angebote für die Kinder im Landkreis angeboten werden.“

Was will die CDU noch? Eine Fachhochschule für Logistik, eine Autobahnverbindung von der A 7 zur A 44 im Kasseler Norden und mehr Einsatz bei der Integration von Ausländern. Dem Programm stimmten 92 der 94 Delegierten zu. (nom)

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