Gruppe „Change Ihringshausen" bemängelt die isolierte Unterbringung

Unterstützerkreis gegen geplante Flüchtlingsunterkunft  in Rothwesten

+
Soll geschlossen werden: Das Fuldatater Flüchtlingsheim.

Fuldatal. Mit einem offenen Brief macht die Gruppe „Change Ihringshausen" Front gegen Sammelunterkünfte für Asylbewerber.

Der Text richtet sich an die für die Flüchtlingsunterbringung im Landkreis Kassel zuständige Vizelandrätin Susanne Selbert (SPD).

Die Gruppe, die nach eigenen Angaben aus Studierenden der Universität Kassel und Bewohnern des umstrittenen Heims in Ihringshausen besteht, wendet sich gegen die geplante Unterbringung von Flüchtlingen in der früheren Fritz-Erler-Kaserne in Rothwesten.

Indem erneut Flüchtlinge auf engem Raum leben müssten, werde ihnen „die Befriedigung des grundlegenden Bedürfnisses nach einem Minimum an Privatsphäre und Geborgenheit vorenthalten“, heißt es in dem Schreiben, das am Rande der Kreistagssitztung am Montag, 9. März, in Ahnatal an Selbert übergeben werden soll.

Die „isolierte Unterbringung“ verhindere zudem die Begegnung mit der Bevölkerung und trage so zur „Verbreitung rassistischer Ressentiments“ bei.

Wie berichtet, lässt der Landkreis ein Gebäude in der Erler-Anlage für rund 500.000 Euro umbauen. Sobald die Unterkunft bezugsfertig ist, soll das von einer Privatfirma betriebene Heim in Ihringshausen geschlossen werden. Die Einrichtung hatte wegen gravierender Mängel an der Bausubstanz und beim Brandschutz für Negativschlagzeilen gesorgt.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.