Notfalls Klage

Unterstützung für Finke: Parlament will Erweiterung

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Möbel Finke

Fuldabrück. Die Gemeinde Fuldabrück will alles Mögliche veranlassen, damit das Möbelhaus Finke seine Erweiterungspläne realisieren kann. Das hat die Gemeindevertretung nach einem Dringlichkeitsantrag der CDU am Donnerstag beschlossen.

Schweres Geschütz, wie etwa eine von den Christdemokraten erwogene Klage gegen den Zweckverband Raum Kassel (ZRK), soll jedoch noch nicht aufgefahren werden. Diesen eher moderaten Weg ebnete die SPD mit einem Änderungsvorschlag.

Danach sah es zunächst nicht aus. Die CDU bestand darauf, die Abweichung von der im Flächennutzungsplan festgeschriebenen Verkaufsfläche auf 39.000 Quadratmeter offiziell zu beantragen und notfalls einzuklagen. „Ein Nein zu Finke bedeutet Stillstand“, koste 60 Arbeitsplätze und die Gemeinde zusätzliche Gewerbesteuereinnahmen, sagte CDU-Sprecher Hans-Jürgen Lange.

Auch Bernd Brede (Grüne), der selbst der Verbandsversammlung angehört, übte Kritik an der Haltung des Zweckverbands: „Ich bin gespannt, wie der ZRK-Vorstand aus der Nummer wieder rauskommen will“, sagte Brede.

Er suche mit Möbel Finke nach einem gemeinsamen Weg, sagte Bürgermeister Dieter Lengemann (SPD). Der dürfe nicht durch „kontraproduktive“ Beschlüsse gefährdet werden. Für März und April habe er weitere Gespräche mit der Geschäftsführung des Unternehmens vereinbart, sagte der Verwaltungschef. Lengemann bestätigte der HNA, dass ihm eine umfangreiche rechtliche Ausarbeitung aus Paderborn zum Thema vorliege, die aber noch nicht geprüft sei.

Wolfgang Arendt (SPD) begründete den in seiner Konsequenz abgemilderten Beschlussvorschlag seiner Partei, dem nach einer Sitzungsunterbrechung außer der SPD auch die Gemeindevertreter der CDU, der Grünen und Rudolf Zeidler (Linke) zustimmten. (ppw)

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