Wagen- und Kutschenmuseum zeigt Buggy aus dem Kinoklassiker „Vom Winde verweht“

Unterwegs wie im Film von 1939

Amerikanischer Traum: Ein Buggy von Studebaker von 1910 wird im Kutschenmuseum in Crumbach gezeigt. Fotos:  Wienecke

Lohfelden. Wenn Horst Fehr durch das Hessische Kutschen- und Wagenmuseum in Lohfelden-Crumbach führt, stellt er an dem Buggy des Kutschenherstellers Studebaker von 1910 gern ein Frage. „Wie heißt der Film mit Scarlett O’Hara und Rhett Butler?“, will der Museumsleiter dann von den Besuchern wissen.

„Vom Winde verweht“, heißt es meistens innerhalb von Sekunden, denn viele erinnern sich gut an die Schauspieler Vivien Leigh und Clark Gable in dem Klassiker von 1939. Er entstand nach dem Roman von Margaret Mitchell (1900 bis 1949).

Meist gefahrene Kutsche

„Dieser Kutschentyp hier, ein Buggy von Studebaker, kommt in diesem Film vor“, fährt der Museumsleiter fort. „Das war die am meisten gefahrene Kutsche in den Vereinigten Staaten. Sie wurde aber auch nach Deutschland importiert“, berichtet er. Ein Buggy ist ein leichter Pferdewagen, der kein Verdeck hat. „Die grazile Bauweise wurde unter anderem durch die Verwendung von Hickory-Holz erreicht“, sagt Horst Fehr. Der Baum aus der Familie der Walnussgewächse ist für sein hartes, belastbares und haltbares Holz bekannt.

Störtebecker

Die Vorfahren der Familie Studebaker stammten aus Solingen, wo sie Stutenbäcker oder Störtebecker hießen. Aus Kutschenbauern und Wagenherstellern wurden Waggon- und Fahrzeugfabrikanten. Das 1852 gegründet Unternehmen baute bis ins Jahr 1966 herrliche Automobile wie den Silver Hawk und den Golden Hawk.

Hessisches Kutschen- und Wagenmuseum, Friedrich-Ebert-Ring 14, Lohfelden-Crumbach, jeden ersten Sonntag im Monat 15 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung, Tel. 0561/51 68 94, Kontakt und Infos: www.kutschenmuseum.de

Von Bettina Wienecke

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