Helsa will neue und günstige Bestattungsformen auf Friedhöfen anbieten – Baubeginn noch in diesem Frühjahr

Urnengräber auf grüner Wiese

Helsa. Auf den Friedhöfen der Gemeinde Helsa werden jetzt neue Bestattungsformen angeboten: Pflegeleichte Rasengräber, Gräber unter Bäumen und blühende Rosengräber mit Natursteinen sollen das herkömmliche Angebot ergänzen und den Parkcharakter der in kommunaler Regie geführten Ruhestätten stärken.

Der Startschuss für die Umsetzung des in die Zukunft weisenden Gesamtkonzeptes fällt in diesem Frühjahr. Für den ersten Bauabschnitt des mit Gesamtkosten von 400 000 Euro veranschlagten Projektes nimmt die Gemeinde 98 540 Euro in die Hand, um auf den vier Friedhöfen erste Rasengräber für eine Erd- und Urnenbestattung mit persönlicher Gestaltungsmöglichkeit auszuweisen.

In Helsa wird eine Rosengrabanlage entstehen. Auf den Friedhöfen in Wickenrode, Eschenstruth und St. Ottilien sollen im ersten Bauschritt Baumgräber für Urnenbeisetzungen entstehen. „Wir wollen darauf eingestellt sein, dass für die Menschen aus Helsa das Leben am Heimatort beendet werden kann“, sagte Bürgermeister Tilo Küthe bei der Vorstellung der vom Landschaftsbüro Plan-Rat (Kassel) entwickelten Pläne.

Verluste reduzieren

Der Verwaltungschef berichtete über die zweijährige Arbeit der Friedhofskommission, in der auch die Kirchen vertreten waren.

Die Gemeinde müsse mit der Zeit gehen, zumal vielerorts Bestattungsangebote einen „enormen Zulauf“ haben, bei denen der Pflegeaufwand für die Hinterbliebenen reduziert ist oder gar ganz entfällt.

Der Bürgermeister sieht die

heimischen Friedhöfe im Vorteil gegenüber oft unübersichtlichen und auch schlecht erreichbaren Friedwäldern.

Neben der Konkurrenzfähigkeit der Ruhestätten in Helsa hat Tilo Küthe auch eine Verringerung der Haushaltsverluste aus der Friedhofsverwaltung von 30 000 Euro jährlich im Visier.

In Helsa wird damit gerechnet, dass der Anteil der neuen Grabformen an den 60 bis 100 Bestattungen pro Jahr mittelfristig auf 50 Prozent steigen wird.

Insgesamt hat sich die Gemeinde für den vollen Belegungszeitraum von 20 bis 28 Jahren auf die Ausweisung von bis zu 1200 pflegeleichteren Grabstellen eingerichtet. Dabei sollen insbesondere die Pläne für die Rasengräber Zug um Zug – je nach Bedarf – umgesetzt werden.

Von Hans-Peter Wohlgehagen

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