Heimatmuseum Hessenstube in Altenritte zeigt historisches Geschirr

Vaterunser auf Porzellanbrett

Schneidebrett: „Unser täglich Brod gieb uns heute“ zitiert das Vaterunser. Foto: Wienecke

Baunatal. Liebevoll bemalt und beschriftet wurde das Porzellanbrettchen, das in der historischen Küche des Heimatmuseums Hessenstube in Altenritte zu sehen ist. „Unser täglich Brod (Brot) gieb (gib) uns heute“, ist darauf zu lesen.

Das Vaterunser ist das Grundgebet aller christlichen Konfessionen. Es gliedert sich in verschiedene Bitten. „Und vergib uns unsere Schuld wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen“, heißt es im Vaterunser weiter. Jesus von Nazareth lehrte das Gebet seinen Jüngern, heißt es im Neuen Testament (NT).

Die Herstellung von Porzellan war bereits seit dem Jahr 620 in China bekannt, die Rezeptur und Herstellung blieben jedoch streng geheim. In Europa stellten es die Naturforscher Johann Friedrich Böttger (1682 bis 1719) und Ehrenfried Walther von Tschirnhaus (1651 bis 1708) Anfang 1706 erstmals her.

Reines Kaolin

Im Jahr 1708 verwendete Böttger reines Kaolin aus Schneeberg in Sachsen und produzierte damit das erste weiße Porzellan in Europa. Es erwies sich sogar als härter und haltbarer als sein chinesisches Vorbild.

Durch die Einführung von Tunnelbrandöfen wurde das „weiße Gold“ im 20. Jahrhundert schließlich allmählich zum Massenprodukt.

Das Stadtmuseum Baunatal im Mühlenweg 4 und das Heimatmuseum Hessenstube in der Ritter Straße 1 in Altenritte werden sonntags von 14 bis 16.30 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet. Kontakt: Stadt Baunatal, Rathaus, Stadtarchiv, Tel. 0561/4 99 21 37, Infos: www.baunatal.de

Von Bettina Wienecke

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.