Neuer Kreisel ist geplant – Regenbogenkreuzung wird vom Land bis Ende des Jahres untersucht

In Vellmar geht’s wieder rund

Funktioniert: Der Kreisverkehr am Baugebiet Osterberg an der Bahnhofstraße wurde 2002 in Betrieb genommen und hat sich längst bewährt. Fotos: Wewetzer

Vellmar. In Vellmar geht es rund. Nach den Kreisverkehren am Osterberg (Einweihung 2002) und Dörnbergstraße (2011) haben die Planungen für einen weiteren Kreisel an der Kreuzung Lange Wender / Holländische Straße in Obervellmar konkrete Gestalt angenommen. Und zwei weitere sind in der Diskussion: einer an der Regenbogenkreuzung und einer an der Einmündung Harleshäuser Straße / Hamburger Straße.

Nachdem der Kreistag kürzlich einen Antrag der CDU abgelehnt hatte, den Anteil des Landkreises am Bau des Kreisels in Obervellmar an der Kreuzung Lange Wender / Holländische Straße im Bereich des Herkules-Marktes zu streichen, können die Planungen vorangetrieben werden.

Mit 450 000 Euro ist allein der Kreisel an der Straße Lange Wender als gemeinsames Projekt der Stadt Vellmar und des Landkreises veranschlagt. 200 000 Euro steuert die Stadt bei, 250 000 Euro kommen vom Kreis, erläuterte Vellmars Bürgermeister Dirk Stochla (SPD). Dazu soll ein Antrag auf Förderung über das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz des Landes gestellt werden. Davon erhoffen sich Kreis und Stadt eine Förderung von 60 bis 70 Prozent, sodass ihr Eigenanteil am Ende bei rund 170 000 Euro liegen könnte.

Die Stadt Vellmar hatte schon 2001 im Haushalt Planungskosten von 50 000 Euro veranschlagt. Zuvor hatten Experten die Kreuzung Lange Wender / Holländische Straße untersucht und bewertet. Damals bekam die Kreuzung die Einstufung „F“ - die schlechteste Kategorie. Ein möglicher Kreisverkehr in diesem Bereich hingegen erhielt das Prädikat „A“ - die beste Bewertung. In diesem Jahr sind für diesen Kreisel 100 000 Euro im Vellmarer Etat eingestellt. Denn Stochla rechnet nicht damit, dass der Bau des Kreisels noch in diesem Jahr abgeschlossen wird.

Eingebettet ist der Kreisel an der Holländischen Straße in ein Gesamtprojekt, das auch die Erneuerung der Straße Lange Wender vom Bereich Tankstelle bis zur Kreuzung und dazu die Erneuerung der Auffahrten zur angrenzenden Brücke umfasst. Von der CDU immer wieder als Standort für einen Kreisel ins Spiel gebracht wurde die Regenbogenkreuzung. Aber das Gebäude der Gaststätte Regenbogen stand im Weg. Nachdem die Besitzer jedoch bei der Stadt Vellmar Verkaufsabsichten geäußert hatten und laut Stochla erste Gespräche geführt wurden, kann die Kreuzung mit ihren fünf Einmündungen jetzt von Experten analysiert werden. Der aktuelle Stand: Das Land will dies im Zuge seiner turnusmäßigen Untersuchungen Ende dieses Jahres tun.

Bleibt noch ein weiterer Problemfall, der dem Bürgermeister besonders am Herzen liegt: die Kreuzung Harleshäuser Straße / Hamburger Straße. Dort gab es immer wieder schwere Unfälle - auch mit Todesfolge. Diese Ecke könnte durch einen Kreisel im Zuge der Sanierung der Harleshäuser Straße entschärft werden, weil die Autofahrer durch den Kreisel gezwungen würden, den Fuß vom Gaspedal zu nehmen. BILANZ, HINTERGRUND

Von Stefan Wewetzer

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