Haushalt verabschiedet - 780.000 Euro fehlen

Vellmar: Grüne und CDU fordern Verkauf der Kulturhalle

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Wird abgerissen: Das asbestbelastete Bürgerhaus Obervellmar wird einem Neubau weichen.

Vellmar. An der Zukunft des Bürgerhauses Obervellmar und der Kulturhalle Niedervellmar entzündete sich am Montagabend die Diskussion der Stadtverordneten um den Vellmarer Haushalt. Er wurde schließlich mit den Stimmen von SPD und FDP verabschiedet.

Weil Grüne und CDU mit ihren Anträgen scheiterten, die Auszahlung der zweiten Rate für den Neubau des Bürgerhauses zu stoppen, beziehungsweise das Grundstück der Kulturhalle zu verkaufen, lehnten sie den Etat ab.

Der auf rund 780.000 Euro gesunkene Fehlbedarf sei zwar erfreulich, meinte Dr. Burkard Müller für die CDU. Angesichts erhöhter Einnahmen bleibe unter dem Strich jedoch das Prinzip „Wirtschaften wie immer auf Kosten der nächsten Generationen“. Um ernsthaft sparen zu können, beantragte die CDU daher vergeblich, das Grundstück der Kulturhalle Niedervellmar zu verkaufen, um Wohnraum für junge Familien zu schaffen und Haushaltslöcher zu stopfen. Gleichzeitig sollten in den Etat 10.000 Euro eingestellt werden, um eine Studie zu den Strukturproblemen Niedervellmars samt Lösungsansätzen zu erarbeiten.

Acht Millionen Euro Schulden

Dr. Erich Fehr (Grüne) verwies auf die acht Millionen Euro Schulden der Stadt und die von der Verwaltung aufgezeigte düstere Zukunftsperspektive, dass Vellmar seinen Haushalt bis 2020 nicht ausgleichen könne. Deswegen müssten alle großen Investitionen auf den Prüfstand.

Verkauf diskutiert: Grüne und CDU wollen die Kulturhalle veräußern.

Fehrs Fazit: „Der Neubau des Bürgerhauses Obervellmar muss überdacht werden.“ Die Grünen beantragten daher ohne Erfolg, die zweite Rate von 1,7 Millionen Euro nicht auszuzahlen, die Kulturhalle Niedervellmar zu schließen und das Grundstück zu verkaufen.

Markus Pape (FDP) warnte vor einem „Kahlschlag bei der Infrastruktur städtischer Einrichtungen“, forderte aber, „auch mit den Vereinen über einen Sparbeitrag zu sprechen“.

Von Stefan Wewetzer

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