Aktionsbüro Vellmar sucht Ehrenamtliche und Räume

Das Team: Die Ehrenamtlichen Evi Guder (von links), Ingrid Franke, Brigitte Diegmüller und Peter Rode vom Aktionsbüro möchten in Vellmar einen Reparatur-Treff auf die Beine stellen. Fotos: Wienecke

Vellmar. Sie suchen Menschen, die sich ehrenamtlich einsetzen wollen, und vermitteln Kontakte. „Wir greifen auch gern gute Ideen auf und setzen sie dann um", sagt Evi Guder.

Sie organisiert mit Ingrid Franke, Brigitte Diegmüller und Peter Rode das Vellmarer Aktionsbüro, das seit über zehn Jahren besteht.

Im Rahmen des Programms „Engagement-Lotsen“ der hessischen Landesregierung arbeitet das Büro als Kompetenzzentrum zur Förderung von Bürgerengagement. Die Stadt Vellmar stellt ergänzend Räume im vierten Stock des Rathauses zur Verfügung. „Sie werden auch langfristig zur Verfügung stehen“, bestätigt Vellmars Bürgermeister Manfred Ludewig (SPD) auf Anfrage. „Das ehrenamtliche Engagement ist mehr als löblich und nicht mit Geld zu bezahlen“, betont er.

50 Ehrenamtliche brachten sich bereits bei Englisch- und Computerkursen, den Mundarttreffen, der Hausaufgabenbetreuung (in Grundschulen in Ober- und Niedervellmar), den Fahrradgruppen und weiteren Projekten ein.

Die Wellcome-Hilfegruppe im Familienzentrum Sternschnuppe, die auf Initiative des Aktionsbüros gegründet wurde, habe inzwischen einen Preis der Bürgerstiftung Kassel erhalten, berichtet Evi Guder. Flüchtlinge, die in Vellmar im früheren Hotel Rosengarten untergekommen sind, wurden durch den Aufruf des Aktionsbüros mit gespendeten Möbeln und Geräten versorgt.

Nun werden Ehrenamtliche gesucht, die ihre Reparaturkenntnisse anwenden und weitergeben möchten. „Wir möchten alle vier bis sechs Wochen ein Treffen anbieten“, sagt Peter Rode. Auch geeignete Räumlichkeiten werden noch benötigt. „Bei der Ahnatal-Schule haben wir angefragt, vielleicht klappt es ja“, hofft der Elektrotechniker im Ruhestand. Bei Evi Guder meldeten sich bereits zwei Vellmarer, die mitarbeiten möchten. „Ich habe auch schon Anfragen von Besitzern von defekten Geräten, wann es denn losgeht“, sagt sie.

Der neue Reparatur-Treff soll den örtlichen Handwerksbetrieben keine Konkurrenz machen, ist man sich einig. Kleine Reparaturen unter Anleitung selbst auszuführen, stehe im Vordergrund. Man wolle auch nur dort tätig werden, wo es sich für Handwerker nicht mehr lohne, heißt es. „Wir planen, eine Spendendose aufzustellen“, ergänzt Brigitte Diegmüller.

Ingrid Franke stellt noch ein weiteres Projekt vor, das das Aktionsbüro anstoßen will. „Eine Taschengeldbörse bringt Generationen zusammen“, sagt sie und denkt dabei an Gartenarbeit, Unterstützung bei der Handhabung von Smartphones und Computern oder das Spaziergehen mit Hunden bei Bedarf. Junge Leute könnten dies älteren Menschen anbieten.

Von Bettina Wienecke

 

Kontakt: Vellmarer Aktionsbüro im Rathaus, Zimmer 400 (im vierten Stock, Fahrstuhl vorhanden), Tel. 05 61/82 92-172, geöffnet donnerstags von 10 bis 12 Uhr und nach Vereinbarung. www.vellmar.de (Stadt-Info, Senioren; mit Suchfunktion), E-Mail: aktionsbuero@vellmar.de

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