Ansturm auf Fahrradbörse in Vellmar

Los geht’s: Gleich nach Öffnung der Türen stürmten unzählige Besucher in die Ahnatal-Schule Vellmar, auf der Suche nach dem passenden Fahrrad. Eine Stunde später waren fast alle Kinderfahrräder verkauft. Foto: Schilling

Vellmar. Kaum hatten sich am Samstagmittag die Türen geöffnet, da stürmten unzählige Besucher in die Ahnatal-Schule Vellmar. Ihr Ziel: Ein Schnäppchen bei der Fahrradbörse zu machen.

Innerhalb weniger Minuten war das Atrium voller Menschen, die alle dasselbe Ziel hatten: ein Fahrrad zu ergattern. Der Motorsportclub (MSC) Espenau-Vellmar hatte zu seiner traditionellen Fahrradbörse geladen, und Hunderte waren der Einladung gefolgt.

Auf sie warteten jede Menge gebrauchte Fahrräder, aber auch Fahrradanhänger, Autodachboxen und anderes (siehe Hintergrund). Besonders begehrt waren wie in den Vorjahren die Kinderfahrräder, die dicht an dicht auf den Stufen des Atriums aufgestellt waren - allerdings nur zu Beginn der Börse. Schon nach einer Stunde hatten sich die Reihen deutlich gelichtet und die meisten Kinderfahrräder einen neuen Besitzer gefunden.

„Viele haben Fragen zur Verkehrssicherheit der Fahrräder oder sind unsicher, welche Fahrradgröße ihr Kind braucht.“

„Mehr als die Hälfte der Fahrräder wird in der Regel verkauft. Von den Kinderfahrrädern sogar fast alle“, sagte Werner Praschek, der Vorsitzende des MSC. Hilfe bei der Auswahl der Fahrräder bot Ralf Rößler von den Verkehrsdiensten der Polizei an. „Viele haben Fragen zur Verkehrssicherheit der Fahrräder oder sind unsicher, welche Fahrradgröße ihr Kind braucht“, erklärte er.

Auch Renate Reum und Peter Weigert waren auf der Suche nach einem Fahrrad - für Enkeltochter Lina. Sie wurden schnell fündig. „Das finde ich ganz toll. Das reicht, bis sie wieder rausgewachsen ist, und dann kommen wir wieder“, sagte Renate Reum lachend.

Mit dem Fahrrad machten sie sich auf den Weg zur zentralen Kasse, wo sich schon eine lange Schlange gebildet hatte. Doch die meisten Schnäppchenjäger nahmen die Wartezeit gelassen in Kauf. „Die Leute sind sehr geduldig“, stellte Praschek fest. Was sicher auch damit zu tun habe, dass die Kunden mit dem, was sie bekommen haben, zufrieden seien. Laut Praschek steigt die Qualität und technische Ausstattung der zum Kauf angebotenen Fahrräder von Jahr zu Jahr. Und wer sich nicht in die Schlange stellen wollte, der konnte sich die Zeit auch am Imbiss-Stand vertreiben und dort den größten Ansturm abwarten.  

Die Helfer des MSC hatten schon am Vormittag alle Hände voll zu tun. Von 9 bis 12 Uhr konnte jeder, der bei der Fahrradbörse etwas verkaufen wollte, seine Artikel zur Ahnatal-Schule Vellmar bringen. Mehrere Gutachter nahmen die angebotenen Fahrräder und andere Artikel dann in Augenschein und entschieden, ob sie zum Verkauf angenommen werden.

„Wir versuchen immer, Räder zu bekommen, die in gutem Zustand sind. Wenn zum Beispiel die Bremsen nicht funktionieren, nehmen wir ein Fahrrad nicht an“, erklärte Praschek.

Von Meike Schilling

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