CDU-Kreisparteitag in Vellmar: Christdemokraten sagen SPD den Kampf an

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Gratulation für Spitzenkandidat: Frank Williges (Dritter von links) wird beim Kampf um Kreistagsmandate unter anderem von Ursula Gimmler (von links), Patrick Weilbach, dem mit 18 Jahren jüngsten Kandidaten Marius Schmidt (Kaufungen), Jutta Rüddenklau, Arno Meißner und Andreas Mock unterstützt.

Vellmar/Kreis Kassel. Mit einer kämpferischen Rede und scharfen Attacken gegen die SPD hat sich der CDU-Chef im Landkreis Kassel, Frank Williges (Helsa), beim Kreisparteitag der Union am Wochenende im Bürgerhaus Vellmar-West als erneuter Spitzenkandidat seiner Partei empfohlen.

Williges erhielt bei der Abstimmung der 81 Kandidaten umfassenden Wahlliste für die Kreistagswahl am 16. März 86 von 96 Stimmen. Das entspricht einer Zustimmung von 89,6 Prozent.

Aktualisiert um 20.53 Uhr

Das gleiche Ergebnis erzielt der im Frühjahr bei der Landratswahl gescheiterte Patrick Weilbach (Baunatal), einziger Vertreter der Jungen Union im Spitzenfeld, auf Platz zwei der Liste. An dritter Stelle steht die Schauenburger Bürgermeisterin Ursula Gimmler, die 87 Stimmen erhielt. Die CDU hat momentan 21 Sitze im Kreistag. „Wir wollen stärker werden“, sagte Williges in seiner Antrittsrede. Er deutete an, dass er im künftigen Kreisparlament auf das Schmieden von Allianzen gegen die nordhessischen Sozialdemokraten setzt, denen er Filz und Unvermögen in der Finanzpolitik vorwarf.

Bevorzugter Partner dürften dabei die Grünen sein. Mit denen habe man in der ablaufenden Wahlperiode „punktuell“ schon erfolgreich zusammengearbeitet. Das Verhältnis zwischen SPD und Grünen sei „schwierig bis zerrüttet“, meinte der CDU-Kreischef. Gleichzeitig warb er für die Kandidatenliste, die der Kreisparteitag verabschieden sollte. Sie vereine alle Generationen der Partei, berücksichtige angemessen Kompetenz der Kandidaten und alle drei Kreisteile.

Das sahen einige Kandidaten anders. Aus den Gemeindeverbänden Wolfhagen und Hofgeismar kam Kritik, man sei zu wenig berücksichtigt worden. Um die sicheren Listenplätze gab es teilweise Gerangel. Der aktuelle Kreistagsabgeordnete Jörn Bochmann (Bad Emstal) – auf Platz 21 gesetzt – legte gar seine Kandidatur nieder.

An seine Stelle rückte der derzeitige Kreistagsabgeordnete Goetz-Heinrich Henkel (Hofgeismar), der ursprünglich auf Platz 26 gesetzt war. Dafür rückte Alexander Wendel (Niestetal) von 29 auf diesen Platz vor. Die Caldener Kreistagsabgeordnete Brigitte Gerstenberger beschwerte sich über ihren Listenplatz 27 mit den Worten: „Ich fühle meine Arbeit nicht gewürdigt.“ Zudem kritisierte sie, dass zu wenig Frauen auf der Liste seien.

Auch auf weiteren hinteren Plätzen kam es zu Umstellungen. Im Spitzenfeld setzt die Union auf ihre bewährten, erfahrenen Kommunalpolitiker. Das wohl beste Ergebnis erzielte Alexander Lorch (Fuldatal) auf Platz 25. Er konnte alle Stimmen auf sich vereinigen.

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