Im Frühjahr 2019 soll alles fertig sein

Container für Rathaus in Vellmar stehen: Sanierung beginnt am 12. Juni

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Zweigeschossige Interimsstätte: Die Container stehen bereits auf dem Festplatz an der Brüder-Grimmstraße. Insgesamt wurden 132 Module mit einer Gesamtlänge von etwa 70 Metern verbaut. Ab dem 6. Juni soll der Rathausbetrieb dort bereitgestellt werden. Der Zugang wird barrierefrei gepflastert. Menschen mit Handicap können den Service ebenfalls in vollem Umfang nutzen.

Vellmar. Die lange diskutierte Rathaussanierung wird in den kommenden Wochen endlich umgesetzt. Zwei Jahre werden die Arbeiten laut Planungsbüro Karampour+Meyer (KM) aus Ahnatal dauern.

Zunächst erfolgt die Schadstoffsanierung und anschließend der Umbau des in die Jahre gekommenen Bauwerks. Nun präsentierten die Planer des Architekturbüros KM bei einer Sondersitzung des Bauausschusses das endgültige Vorgehen und die aktuell geplanten Kosten.

Obwohl die Ausgaben für die Interimsstätte auf dem Festplatz an der Brüder-Grimm-Straße deutlich niedriger ausgefallen sind, als noch vor gut 1,5 Jahren geplant, wird die Rathaussanierung laut aktuellem Planungsstand vermutlich rund 900.000 Euro teurer werden. „Wir haben mit einer Baukostensteigerung von etwa 2,5 Prozent bedingt durch die Marktsituation kalkuliert“, sagte Diplom-Ingenieur Thomas Meyer und ergänzt: „Wir müssen Glück im Ausschreibungsverfahren haben.“ Demnach könnte die Sanierung auch teurer ausfallen, als aktuell geplant. Welche Kosten auf die Stadt Vellmar letztendlich zukommen, wird wohl erst nach Abschluss des Projektes zu ermitteln sein.

Die Stadt hat „sehr konservativ geplant“, wie Bürgermeister Manfred Ludewig (SPD) anmerkt. So seien beispielsweise die Vorsteuererstattung von etwas unter 500.000 Euro und Zuschüsse noch nicht verrechnet worden. Auch habe man auf eine Vollfinanzierung über die KfW verzichtet, sagte der Rathauschef.

Laut Bauzeitplan beginnen die Arbeiten am 12. Juni 2017 und enden am 26. April 2019. Während der Schadstoffsanierung werde laut Meyer zunächst der Innenausbau entfernt, bevor die Oberarbeiten beginnen, mit denen die Fenster, Betonfassaden und Dächer abgebrochen werden. Während der Bauzeit wird ein Kran auf dem Marktplatz stehen. Der Wochenmarkt wird deshalb verlegt (siehe Grafik). Während des Abbruchs wird es eine hohe Staubentwicklung und Lärmbelastung rund um den Rathausplatz geben.

Bei der Baustelleneinrichtung werden die Befindlichkeiten der Anlieger am Rathausplatz mit einbezogen: „Der Betrieb der Ladenlokale soll aufrecht erhalten bleiben“, sagt Meyer. Die Baustellenzufahrten werden auch für den Anlieferungsverkehr freigegeben. Die obere Etage des Parkhauses wird als Lagerfläche dienen. Der kurzfristige Lieferverkehr wird laut Planung mithilfe einer Kurzparkzone geregelt. Darüber hinaus hat die Feuerwehr einen Schlüssel für sämtliche Zufahrten, sodass der Brandschutz ebenfalls gewährleistet ist. Der Brunnen wird für zwei Jahre eingelagert, um Platz für die Zufahrten zu schaffen.

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