33 Wanderwege zu historischen Plätzen

Eco-Pfad zwischen Ahnatal und Vellmar wurde am Wochenende eingeweiht

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Die Neugier war groß: Dr. Thilo Warneke (rechts) erklärte den ersten Eco-Pfad-Besuchern an der Schmiede Thiedemann, was sie auf der Ahna-Route erwartet.

Ahnatal/Vellmar. Mehr als 50 Bürger kamen am Wochenende zur Einweihung des 33. und letzten Eco-Pfads zwischen Ahnatal und Vellmar an die Alte Schmiede Thiedemann in Heckershausen.

Das Gebäude ist eines der Highlights auf dem neun Kilometer langen Weg entlang der Ahna zwischen dem Bahnhof Weimar und dem Vellmarer Stadtpark. Anschließend wanderten sie auf der Route mit dem Ahnataler Bürgermeister Michael Aufenanger (CDU) und seinem Vellmarer Amtskollegen Manfred Ludewig (SPD).

Der letzte Eco-Pfad ist zugleich der erste, der durch die Zusammenarbeit von zwei benachbarten Gemeinden errichtet wurde. Die federführende Gemeinde Ahnatal erhielt dafür einen Zuschuss von gut 12 000 Euro aus dem Förderprogramm „Regionale Wertschöpfung und Lebensqualität“. Der Weg hat 18 000 Euro gekostet. Der Geschichtskreis und der Hessisch-Waldeckische Gebirgsverein haben bei der Gestaltung des Pfades beraten.

Schmiedekunst: Horst Kleinschmidt demonstrierte das alte Handwerk.

Der Historiker Dr. Thilo Warneke erläuterte den Wanderern die Sehenswürdigkeiten am Wegesrand, die Zeugnis einer Geschichte ablegen, die 24 Millionen Jahre zurückreicht. In der Ahna fänden sich noch Haifischzähne aus der Zeit, als das Gebiet des heutigen Ahnatal und Vellmar ein riesiges, von Fischen bevölkertes Meer war. Weitere Stationen sind eine Reihe von Mühlen sowie das Gelände einer früheren Waldschmiede, die bereits Ende des 14. Jahrhunderts in Betrieb war und von der noch vereinzelte Schlacken im Boden zeugen.

Auch die jüngere Geschichte kann man entlang des Weges erkunden: Am Bahndamm nahe dem Ortseingang Obervellmar lag das erste Schwimmbad der Stadt. Vor 100 Jahren hätten die Vellmarer die Ahna mit Brettern aufgestaut, um darin schwimmen zu können, berichtete Warneke.

Aber auch ein Besuch der über 200 Jahre alten Thiedemann-Schmiede lohnt sich für die Eco-Wanderer. Horst Kleinschmidt zeigte ihnen am Einweihungstag, wie man früher Hufeisen schmiedete. Seine Produkte verschenkte er anschließend als Souvenir. „Die Eco-Pfade werden von der Bevölkerung sehr gut angenommen“, sagte Vizelandrätin Susanne Selbert (SPD).

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