Für die berufliche Zukunft

Erasmus-Programm: Jugendliche aus ganz Europa treffen sich in Vellmar

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Geben Orientierung: Helena Schnegelsberg (von links) , Theresa Redslob und Tabea Fleck helfen den Austauschschülern.

Vellmar. Reisen und andere Kulturen erleben, das bietet die Ahnatal-Schule in Vellmar (ASV) während ihres Erasmus-Projekts ihren Schülern seit gut zwei Jahren.

 Der Schwerpunkt ist dabei der gegenseitige Austausch, so haben sich auch jetzt wieder Schüler aus Kroatien, Polen, Finnland, der Türkei und Ungarn auf den Weg nach Vellmar gemacht, um fünf Tage lang voneinander zu lernen und Spaß zu haben.

„Das Projekt läuft unter dem Titel ’The European Job Market for the Youth’“ , sagt Marleen Windrich, Mitorganisatorin und Lehrerin für Musik und Französisch. „Das Ziel ist die Vorbereitung der Jugendlichen in den europäischen Berufsmarkt.“ Dafür haben die 33 internationalen und 32 deutschen Schüler der neunten und zehnten Klasse etwas ganz Besonderes vor sich: „Es gibt Bewerbungsgespräche in verschiedenen Berufen mit hier ansässigen Firmen, wie VW und B. Braun. Das alles auf Englisch, die Sprache, die wir während des gesamten Besuchs verwenden“, sagt Windrich. „Natürlich können hier keine festen Jobzusagen gemacht werden, aber es ist eine gute Vorbereitung für die Zukunft.“

Verständigung mit Händen und Füßen 

In den kommenden Tagen sind außerdem unter anderem Touren durch das Staatstheater, den Bergpark und die Universität Kassel geplant. Gute Englischkenntnisse sind dabei auf beiden Seiten von Vorteil, aber keine Voraussetzung: „Manche können sich auch mit Händen und Füßen verständigen, die Hemmschwellen bauen sich schnell ab“, sagt die Englisch- und Deutschlehrerin Birgit Lotze.

„Ich war schon zweimal in Kroatien und einmal in Polen“, sagt Theresa Redslob, Schülerin der ASV, die wie ihre Freundinnen Helena Schnegelsberg und Tabea Fleck für die Organisation mitverantwortlich ist. Sie sehen den Austausch als Möglichkeit, ihre Englischkenntnisse zu verbessern. „Das ist von Vorteil, da ich später gern im Ausland arbeiten würde“, sagt Tabea Fleck. Ähnlich sieht es Stella Sandström von der finnischen Donnerska-Schule, die zum ersten mal in Deutschland ist: „Ich bin vor allem hier, um mit anderen zu sprechen“.

Für Kamila Gajda aus Polen ist es der erste Auslandsbesuch im Rahmen des Projekts: „Ich würde eher in Amerika oder in England arbeiten, aber es ist eine gute Gelegenheit neue Freunde kennenzulernen.“ Gar nicht so in die weite Welt zieht es hingegen Daria Wanczyk, ebenfalls aus Polen: „Am Besten gefällt mir an dem Projekt, dass man so viel über andere Kulturen lernen kann. Trotzdem möchte ich später in meinem Heimatland bleiben.“

Hintergrund

Die Erasmus-Schulpartnerschaften sind Teil des EU-Programms für lebenslanges Lernen und werden finanziell gefördert. Der auf zwei Jahre angelegte Austausch läuft an der Ahnatal-Schule nun aus. Mit dem Projekt sollten die Jugendlichen dazu ermutigt werden, später im Ausland zu arbeiten oder zu studieren. Zudem sollten Freundschaften auf- und Vorurteile abgebaut werden. Bei den circa fünftägigen Besuchen lernten die Schüler die Partnerschulen in Finnland, Polen, Ungarn und Kroatien kennen. Es wurden zahlreiche Workshops, unter anderem in Körpersprache und nonverbaler Kommunikation gestaltet, sowie Firmen in Finnland besucht

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