Kabel war defekt

Feueralarm in Vellmarer Kita: 35 Kinder mussten aus dem Gebäude

Hier lief der Einsatz der Feuerwehr Vellmar: Nachdem in den Räumen Brandgeruch wahrgenommen war, alarmierte die Kita-Leiterin die Einsatzkräfte. Fotos: Rogge-Richter

Vellmar. Große Aufregung gestern Mittag im katholischen Kindergarten Heilig Geist in Vellmar.

Nachdem Betreuer und Kinder Brandgeruch in der Kita wahrgenommen hatten, alarmierte Leiterin Kathrin Henze um 11.17 Uhr die Feuerwehr.

Als die mit drei Einsatzwagen und 17 Einsatzkräften eintraf, hatten die Betreuerinnen die Kita schon evakuiert. Rund 35 der 65 Kinder - die eine Hälfe war zu dieser Zeit in der Kirche - „haben wir an der angrenzenden Minigolf-Anlage versammelt“, sagte Henze gestern auf HNA-Anfrage. Das habe vorbildlich funktioniert, weil man intern zwei Mal im Jahr den Ernstfall simuliere.

Kathrin Henze

Nachdem zwei Atemschutzträger in das Gebäude eingedrungen waren, stellte sich aber schnell heraus, dass keine Gefahr bestand. „Es gab kein offenes Feuer, aber einen Defekt am Kabel der Notausgangsbeleuchtung“, schilderte der Pressesprecher der Vellmar Wehr, Matthias Frank, die Situation während des Einsatzes. An dem war auch ein Krankenwagen beteiligt, die Polizei war ebenfalls vor Ort. Der Strom wurde abgeklemmt, die Kita konnte wieder genutzt werden. Nach einer Stunde war der Einsatz beendet.

Mehr Adrenalin

Frank betonte, dass, wenn es bei einem Einsatz um Kinder gehe, „schon mehr Adrenalin fließt, als bei anderen Sachen“.

Auch Kita-Leiterin Henze war die Situation anfangs „ein bisschen bedrohlich vorgekommen“, als die Feuerwehr anrauschte. Aber hinterher habe sie gedacht: „Toll, diese Einsatzbereitschaft der ehrenamtlichen Kräfte.“

Henze hatte mit den acht Betreuerinnen - zwei waren mit etwa 30 Kindern in der nahe gelegenen Kirche - und den Kindern den Brandgeruch in der Kindertagesstätte zuerst wahrgenommen. Doch der Duft des Mittagessens aus der Küche habe „den Geruch zuerst übertönt“. Als er aber nicht verflog, alarmierte sie die Wehr. Für die vielen Kinder war das Ganze ein Riesenspektakel. Einige wollten mit der Drehleiter fahren, andere jedoch hatten Angst, „dass ihr Teddy verbrennt“, erzählte Kathrin Henze. Und eine Mutter sagte unserer Zeitung, dass ihr Kind nach dem Einsatz „fix und fertig“ gewesen sei.

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