Nach längerer Verzögerung

Freiwillige Feuerwehr Vellmar hat einen neuen Übungsturm

Vellmar. Ein neuer Übungsturm für die Freiwillige Feuerwehr in Vellmar stand schon lange auf dem Wunschzettel der Brandschützer. Nach mehreren Verzögerungen beim Bau steht der Turm nun endlich und wird am Montagabend offiziell eingeweiht.

Einen Tag der offenen Tür, wo der Turm der Öffentlichkeit fachmännisch vorgeführt wird, soll es im kommenden Jahr geben.

Grund für die Verzögerung des Baus waren erhebliche Mängel an der Statik der ersten aufgestellten Stahlkonstruktion. Der Turm musste noch einmal komplett neu konstruiert werden und wurde nun vom TÜV offiziell freigegeben. „Er steht endlich, ist sicher und alle freuen sich“, sagt Vellmars Bürgermeister Manfred Ludewig (SPD) über den neuen Feuerwehrturm.

Die 14 Meter hohe und 1,5 Tonnen schwere Stahlkonstruktion bietet alles, was eine Einsatzgruppe zum Üben benötigt. „Der Turm ist nach einer speziellen DIN-Norm gebaut worden, die genau vorsieht, welche Funktionen er haben muss und wie er auszusehen hat“, erklärt Peter Pilatzki, Fachbereichsleiter Bauen und Wohnen.

Für den Notfall gerüstet: Die Brandschützer der Freiwilligen Feuerwehr Vellmar üben am neuen Feuerwehrturm einen Verletzten mit der Rettungstrage und mithilfe der Drehleiter abzuseilen. Um das ganze Bild zu sehen, klicken Sie oben rechts.

Die Brandschützer können nun am Turm trainieren, Schlauchleitungen in einem Treppenhaus zu verlegen, über Leitern in Fenster einzusteigen sowie Menschen über Fenster und Treppenhäuser zu retten. Die linke Seite des Turms ist komplett mit einem Gitterrost versehen und hat Fensteröffnungen. „Wir üben von Leitern den Einstieg in die Fenster“, sagt Matthias Hanke, Zugführer bei der Freiwilligen Feuerwehr. Zum Beispiel auch mit kompletter Atemschutzmontur, die bis zu 20 Kilo wiegt. Der Gitterrost bietet keinen Halt für Füße oder Hände. „Es ist gewollt, dass die Wand ganz glatt ist“, sagt Hanke. „Bei einer glatten Hauswand findet man auch keinen Halt.“

Schwere Montur: Gerrit Pracht übt, über die Steckleiter mit Atemschutzgerät in ein Fenster einzusteigen.

Auch das Abseilen von einem Haus können die Brandschützer jetzt vor der eigenen Haustür trainieren und müssen dafür nicht mehr bei anderen Wehren im Kreis anfragen. Der Turm ist auch speziell dafür gedacht, mit der Drehleiter das Retten von Patienten mit der Trage zu simulieren. Dafür wird ein Dummy in die Trage gelegt, der bis zu 80 Kilo wiegt und damit das Realgewicht einer ausgewachsenen, männlichen Person besitzt. „Wir können jetzt spontan und viel öfter trainieren“, sagt Matthias Hanke.

Rubriklistenbild: © El Ahl

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