Früherer Kreisbrandinspektor Reinhard Bischoff gestorben

ReinhardBischoff

Vellmar. Persönlicher Einsatz, Leidenschaft und der Sinn für Neuerungen - das zeichnete den ehemaligen Kreisbrandinspektor Reinhard Bischoff aus und machte ihn bei seinen Mitarbeitern so beliebt.

Am 22. November starb er im Alter von 82 Jahren. „Ich bilde mir ein, in meiner Zeit die Weichen für die Feuerwehren der Region gut gestellt zu haben“, sagte der Vellmarer einmal. So sorgte er dafür, dass damals bei Neuanschaffungen im Fahrzeugpark der Wehren Löschfahreuge mit Wassertank angeschafft wurden, um im Brandfall nicht mehr auf Teiche für die Wasserzufuhr angewiesen zu sein. Auch für die Einrichtung der zentralen Feuerwache in Vellmar, damals eine der ersten dieser Art in Hessen, setzte er sich ein.

Von 1968 bis 1994 amtierte Bischoff als Kreisbrandinspektor in ehrenamtlicher Funktion. Bis zur Gemeindereform arbeitete er noch mit fünf Landräten zusammen. Seine Karriere bei der Feuerwehr begann er 1954 bei den Einsatzkräften der noch selbstständigen Gemeinde Niedervellmar.

Bäcker im Hauptberuf

Im Hauptberuf arbeitete Bischoff als selbstständiger Bäckermeister. Um 3.30 Uhr begann in dieser Zeit sein Tag in der Backstube, danach kümmerte er sich um die Belange „seiner“ Wehren, bis es zur Vorbereitung des kommenden Tages wieder in die Bäckerei ging. Seine Ehefrau Käthe hielt ihm dabei den Rücken frei.

Die Doppelbelastung von Job und Ehremamt, die er an der Spitze vorlebte, sah er auch als Ansporn und Motivation für die Mitglieder der anderen Wehren an.

Die Beerdigung fand auf Wunsch des Verstorbenen im engsten Familienkreis statt. Bischoff hinterlässt seine Ehefrau und zwei Söhne. (swe) Archivfoto: Temme/nh

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