Neuer Plan für Bürgerhaus

Gebäude in Obervellmar seit 2011 geschlossen - Hotelkomplex soll abgerissen werden 

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Abriss?: Die aktuellen Pläne für das Bürgerhaus Obervellmar sehen vor, den Hoteltrakt abzureißen und Platz zu schaffen.

Vellmar. Es tut sich etwas in Sachen Bürgerhaus Obervellmar. Das asbestbelastete Gebäude soll im kommenden Jahr teilweise abgerissen und der Rest von Grund auf saniert werden. Die Pläne dazu legte Bürgermeister Manfred Ludewig dem Vellmarer Stadtparlament nun vor.

Das Bürgerhaus Obervellmar war im August 2011 geschlossen worden, nachdem ein Gutachten Schadstoffe in der Raumluft bestätigt hatte. Schnell waren sich die Stadtverordneten seinerzeit einig, dass gehandelt werden muss. Das Gebäude sollte im Sommer 2013 abgerissen und bis 2014 neugebaut werden. Die Verwirrung um ein zweites Gutachten, laut dem es keine Asbestbelastung in dem 70er-Jahre-Bau gegeben habe, ließen das Vorhaben jedoch scheitern. Jetzt kommt endlich wieder Bewegung in die Sache: Die aktuellen Pläne sehen vor, den Hoteltrakt abzureißen und den Rest des Gebäudes zu sanieren. Diese Alternative ist das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie, mit der die Verwaltung das Architekturbüro Schuh aus Kassel beauftragt hatte.

„Durch den partiellen Abriss reduzieren sich die Abbruchkosten auf einen Bruchteil“, sagt Ludewig. Außerdem soll Raum für einen flexibel nutzbaren Außenbereich geschaffen werden. Die Säle und Räume werden barrierfrei zugänglich sein. Ein stufenfreier Eingang und ein Aufzug im Foyer sind dafür geplant.

Die Kosten für die Sanierung inklusive Teilabriss schätzen die Planer auf 4,21 Millionen Euro. Die Stadtverordneten hatten für Abriss und Neubau im Jahr 2012 ein Budget von 4,35 Millionen Euro beschlossen. Die Kosten hatte das Büro RSE aus Kassel geschätzt.

Das mit der Planung beauftragte Architekturbüro Atelier 30 aus Kassel hatte 2016 einen entsprechenden Entwurf vorgelegt. Allerdings waren die Kosten innerhalb von vier Jahren explodiert und mit 8,71 Millionen Euro doppelt so hoch wie seinerzeit von den Stadtverordneten beschlossen.

Das ist auch der Grund, warum die Verwaltung die Machbarkeitsstudie beauftragt hatte. Selbst bei deutlichen Abstrichen in Größe und Ausstattung eines Neubaus wären die Kosten demnach zwischen 35 und 60 Prozent höher ausgefallen. Und dass, obwohl weder das beschlossene Raumprogramm noch eine Gastronomie im Entwurf enthalten gewesen wären.

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