Bauarbeiten bis November

Gefährliche Kreuzung in Vellmar wird ab Montag zum Kreisverkehr umgebaut

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Gefährliche Kreuzung: Am Knotenpunkt Harleshäuser Straße / Hamburger Straße wird ab Montag ein Kreisverkehr gebaut. In der Vergangenheit hatte es hier immer wieder teils schwere Unfälle gegeben. 

Vellmar. Sie zählt zu den gefährlichsten Knotenpunkten im Landkreis Kassel. Jetzt wird die Kreuzung Harleshäuser Straße / Hamburger Straße in Vellmar-West zu einem Kreisverkehr umgebaut. 

Am Montag, 8. Mai, beginnen in Vellmar-West die Bauarbeiten an der Kreuzung Harleshäuser Straße / Hamburger Straße. Die Kreuzung, die aufgrund zahlreicher Verkehrsunfälle als eine der gefährlichsten Knotenpunkte im Landkreis Kassel zählt, wird bis November zu einem Kreisverkehr umgebaut und soll so sicherer werden. Die Kosten belaufen sich auf rund 382 000 Euro. Der Durchgangsverkehr zwischen Obervellmar und dem Kasseler Stadtteil Harleshausen wird im Bereich der Baustelle über eine provisorische Vorbeileitung in beide Fahrtrichtungen gewährleistet sein, teilt die Vellmarer Bauverwaltung mit. „Der Fußgänger- und Radverkehr wird nur über ausgeschilderte Nebenwege möglich sein“, heißt es weiter. Zudem werde die Hamburger Straße zwischen der Landesstraße und der Kampener Straße erneuert und deshalb voll gesperrt.

Die Auswirkungen der Bauarbeiten machen sich auch im Busverkehr bemerkbar: Ab Montag wird die Linie 44 in beide Fahrtrichtungen ab dem Kreisel Harleshäuser Straße /Kastanienweg / Hans-Neusel-Straße über die Hans-Neusel-Straße und Hamburger Straße bis Emdener Straße umgeleitet. Die Haltestellen Lärchenweg, Wasserbehälter und Hamburger Straße können während der Bauarbeiten nicht angefahren werden.

Drei Ersatzhaltestellen

Dafür sind nach Angaben der Stadt Vellmar drei Ersatzhaltestellen vorgesehen:

• im Bereich Hans-Neusel-Straße / Sophie-Henschel-Straße,

• im Bereich Hans-Neusel-Straße 7 / Friedhof Vellmar-West und

• im Bereich Hamburger Straße / Flensburger Straße.

Mit dem Bau des Kreisverkehrs, der mit einem Durchmesser von 35 Metern angelegt wird, geht indes ein über 15 Jahre andauerndes Ringen um mehr Sicherheit an der Kreuzung nahe des Osterberges zu Ende. Über all die Jahre war es dort immer wieder zu schweren Verkehrsunfällen gekommen, mehrfach auch mit Todesfolge.

Trotz der vielen Unfälle waren sich die Stadt und Hessen Mobil bis zuletzt nicht einig geworden, wie man die Kreuzung sicherer machen könnte. Hessen Mobil hatte stets eine Ampel als preiswertere Lösung für ausreichend gehalten. Der Stadt Vellmar war das zu wenig.

„Für uns war immer klar, dass nur ein Kreisel die Verkehrsgeschwindigkeit an der gefährlichen Kreuzung und damit auch die Unfallwahrscheinlichkeit deutlich herabsenken kann“, hatte Bürgermeister Manfred Ludewig (SPD) im März mitgeteilt. Schließlich einigte man sich laut Ludewig darauf, „dass sich Hessen Mobil soweit am Bau des Kreisels beteiligt, wie auch der Bau einer Ampel gekostet hätte“ – und das seien immerhin 205.000 Euro. Den Rest, weitere 177 000 Euro, zahlt die Stadt selbst.

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