Kandidaten bleiben in Kontakt

Get the F*ck out of my House: Vellmarer will Kontakt mit Kandidaten halten

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Markus Nütz neben einer alten Buchdruckmaschine in seiner Vellmarer Druckerei: „Eines der eindrucksvollsten Erlebnisse“ war die Teilnahme bei der Reality-Show für ihn.

Vellmar. Markus Nütz berichtet uns von seiner Zeit in der TV-Show „Get the F*ck out of my House“, der Zeit danach und seinem Verhältnis zu den anderen Kandidaten.

Das Handy klingelt, Markus Nütz geht dran. Die Zeitung sei gerade zu Besuch, man könne ja später telefonieren. Nütz legt auf.

„Das war der Felix“, sagt er, der Felix, neben dem Nütz Kandidat in der Reality-Show „Get the F*ck out of my House“ war. Im TV schied Nütz kürzlich aus der Sendung aus. Derzeit plane man den gemeinsamen Besuch einer Karnevalssitzung im Rheinland.

Reality mit Nachwirkungen

Es ist bereits eine Weile her, dass das Format, bei dem 100 Menschen gemeinsam Zeit in einem Einfamilienhaus verbringen, sich gegenseitig rauswählen und der Gewinner 100.000 Euro mit nach Hause nimmt, abgedreht wurde. Der Kontakt unter den Teilnehmern ist geblieben.

„Es gibt immer noch Ambitionen, gemeinsam etwas zu machen“, sagt Nütz, der zum Gespräch in seine Druckerei eingeladen hat. So gebe es eine Whatsapp-Gruppe, in der man sich austausche. Gerade das Zwischenmenschliche unter den (ehemaligen) Kandidaten ist es, was Nütz während seiner Zeit im Haus schätzte und bis heute schätzt. „Die Nachhaltigkeit hat sich bestätigt“, sagt er.

Über den Sinn oder Unsinn einer Sendung wie „Get the F*ck out of my House“ lässt sich bekanntlich streiten. Während manch ein Kandidat eine Herausforderung sucht und andere wahlweise an ihre Grenzen gehen oder mal etwas ganz anderes machen wollen, schimpfen Unbeteiligte über die Würdelosigkeit und die Geltungssucht derer, die da vor laufenden Kameras menscheln – und schauen heimlich trotzdem zu.

All das einmal zur Seite geschoben, hat das Ganze durchaus etwas Experimentelles. So berichtet Markus Nütz etwa von einem verzerrten Zeitempfinden, bedingt durch fehlende Uhren und technische Geräte, vor allem aber aufgrund der vielen unterschiedlichen Erlebnisse. „Da waren 100 Leute mit 100 Lebensgeschichten“, sagt Nütz – alles Fremde, alles Gleichgesinnte – „gemeinsam erlebte Not“, wie Nütz sagt. Seine neun Tage im Haus hätten sich so wie Wochen angefühlt.

Bilder im Kopf

Erholsam sei das keinesfalls gewesen, gerade dann, wenn andere Kandidaten gehen mussten: „Das hat einen selber emotional total erwischt, da gab’s Tränen.“ Eine gewisse Endgültigkeit habe das gehabt. „Größer als dieses Haus war die Welt ja nicht“, sagt Nütz. Dass das alles später ausgestrahlt werden sollte, sei für ihn nicht wirklich relevant gewesen, in einer Gesellschaft stehe man schließlich immer unter Beobachtung.

„Ich habe sehr schöne Bilder im Kopf“, sagt Nütz noch einige Monate nach seiner Rückkehr nach Vellmar – trotz der teils chaotischen Zustände im Haus. Der 47-Jährige zehrt noch heute von seinen Erinnerungen. „Die Sache soll nicht sterben“, sagt er.

Die nächste Folge der Reality-Show „Get the F*ck out of my House“ läuft Donnerstag Abend ab 20.15 Uhr auf Pro 7. Auch andere Kandidaten der Show kamen aus unserer Region. So nahmen Patrick Bohne aus Habichtswald-DörnbergAdrian Schrage aus Neuenbrunslar und Natalie Ehrlich aus Helsa teil.

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