Beschuldigte ist wohl schuldunfähig

Gutachter über Bluttat in Vellmar: Wahn ist enorm gefährlich

Kassel/Vellmar. Die 50-jährige Frau, die sich in einem Sicherungsverfahren vor dem Kasseler Landgericht wegen des Verdachts des Totschlags verantworten muss, stelle weiterhin eine Gefahr für die Allgemeinheit dar.

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Das sagte der forensische Psychiater Dr. Rüdiger Müller-Isberner am Dienstag. Er hatdas psychiatrische Gutachten in dem Verfahren erstellt hat

Man müsse davon ausgehen, dass die Beschuldigte auch künftig mit „rabiaten Mitteln“ gegen andere vorgehe. Der Beschuldigten wird vorgeworfen, am 28. Januar diese Jahres ihre frühere Nachbarin auf der Frankfurter Straße in Vellmar mit Messerstichen und Hammerschlägen getötet zu haben.

Laut Müller-Isberner besteht kein Zweifel daran, dass die 50-Jährige unter einer paranoiden Schizophrenie leidet. Es handele sich um eine Erkrankung, die die Gesamtpersönlichkeit betreffe und verändere. Die Wahnvorstellungen, unter denen die Frau leide, würden sich zunehmend ausweiten. „Dieser Wahninhalt ist enorm gefährlich.“ Zudem leide sie unter Wahrnehmungsstörungen, habe keine Realitätskontrolle und Einsichtsfähigkeit. „Sie lebt in ihrer eigenen Welt.“

Laut Gutachter ist aufgrund der krankhaften seelischen Störung von einer Schuldunfähigkeit auszugehen. Gleichzeitig empfiehlt er wegen der „absolut ungünstigen Gewalttäterprognose“, die Frau in ein psychiatrisches Krankenhaus einzuweisen. (use)

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