Häkeln, Stricken und Co. 

Handarbeitsdamen Vellmar machen Teddybären für den guten Zweck

+
Alles selbstgemacht: Marion Herstell (links), Hildegard Veith, Hildegard Biskup, Waltraud Fritsch, Elfriede Seifert und Maritta Groß von der Vellmarer Handarbeitsgruppe fertigen ihre Produkte von Hand und verkaufen sie für einen guten Zweck. 

Vellmar. Teddybären, Enten, Karten und mehr: Die Handarbeitsdamen in Vellmar machen alles selbst. Seit 2014 verkaufen sie ihre Produkte. 5200 Euro haben sie gesammelt und an ein Projekt in Uganda gespendet. 

Während sie gerade die Häkelnadeln schwingen und viele Wollsorten vor sich auf dem Tisch ausgebreitet haben, erzählen sie von ihrem Projekt: Die Idee dazu entstand spontan. Marion Herstell sagt: „,Wir könnten doch mal häkeln‘, ist es mir und Ursula Frindt eines Tages durch den Kopf geschossen.“ Schnell fanden sich Mitstreiterinnen.

Wolle zu Geld machen

Und weil Handarbeiten für sich selbst langweilig ist und die Frauen etwas Gutes für andere tun wollten, kam ihnen ein Einfall: ihr Selbstgemachtes verkaufen und das Geld für ein Aids-Waisenkinder-Projekt spenden, dass die katholische Kirche Heilig-Geist in Vellmar unterstützt.

Mittlerweile haben sie viele Zulieferer, die ihnen Wolle, Garn und Nadeln spenden. Aber auch direkte Aufträge bekommen die Frauen: „Zum Beispiel von einem netten Herren, der nur bunte Strümpfe trägt“, sagt Herstell schmunzelnd. Manchmal werden ihnen auch schon fertige Produkte geschenkt. Mehrmals im Jahr verkaufen die Frauen seitdem ihre Produkte: Auf einem Basar, beim Fastenessen und natürlich in der Adventszeit. „Da helfen dann auch unsere Männer“, sagt Herstell.

Zum Kuscheln: Die Frauen von der Handarbeitsgruppe stellen Teddybären in verschiedenen Farben her.

Kürzlich haben die Frauen Bilanz gezogen: Beim Blick in ihr kleines Notizbüchlein mit den eingenommenen Summen war großes Staunen angesagt: „Wir haben zusammen das Buch angeschaut und konnten es selbst kaum glauben“, sagt die 71-jährige Marion Herstell aus Vellmar, die jetzt die organisatorischen Fäden in der Hand hält. „Für mich ist das fast unglaubwürdig“, fügt Hildegard Biskup hinzu. „Ich bin sehr erstaunt, dass so viel zusammengekommen ist“, sagt die 76-Jährige.

Die Handarbeitsgruppe trifft sich mittwochs zwischen 15 und 17 Uhr in den Räumen der katholischen Kirche Heilig-Geist, Brüder-Grimm-Straße 9, Vellmar.

Hintergrund: 505 Kinder mit Projekt unterstützt

Das Projekt für Aids-Waisenkinder in Fort Portal in Uganda wurde 2005 ins Leben gerufen und hat laut Organisatoren bereits 505 Kindern den Besuch einer weiterführenden Schule ermöglicht. Für vier Jahre an einer weiterführenden Schule braucht es pro Kind 600 Euro, heruntergerechnet sind das 12,50 Euro im Monat. Spenden sind möglich unter: Kath. Kirchengemeinde Heilig Geist, Vellmar, IBAN: DE93 5209 0000 0028 3631 17, BIC: GENODE51KS1, Verwendungszweck: Schulpatenschaft Fort Portal.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.