"Blühende Gemeindelandschaft vorgefunden"

Heilig-Geist-Gemeinde: Pfarrer Peters wird ins Amt eingeführt

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Will einiges bewegen: Mit Unterstützung des Gemeinderats - hier Mitglied Astrid Althaus - will der neue katholische Pfarrer Manuel Peters das Angebot der Heilig-Geist-Gemeinde in Vellmar ausbauen. 

Vellmar. Am Sonntag wird der 36-Jährige Manuel Peters mit einem Festgottesdienst im Rahmen des Kirchweihfestes in sein Amt als Pfarrer der Vellmarer Heilig-Geist-Gemeinde eingeführt.

Wenn Manuel Peters davon erzählt, wie gern er mit seinen Kumpels auf der Terrasse sitzt und grillt, kann man sich das bildlich vorstellen. Zum 1. September wurde der 36-Jährige von Bischof Heinz Josef Algermissen zum neuen Pfarrer der katholischen Heilig-Geist-Gemeinde in Vellmar ernannt. In einem Festgottesdienst im Rahmen des Kirchweihfestes am Sonntag, 20. September, wird Manuel Peters durch Dechant Harald Fischer offiziell in sein Amt eingeführt.

Ein Kumpeltyp, das ist der gebürtige Bad Soden-Salmünsterer. Ein Kumpel, mit dem man am Wochenende grillt oder abends ins Kino geht, weil er sich leidenschaftlich für Filme interessiert. Einer, mit dem man sich unterhalten kann - Peters sagt „babbeln“ - und mal herumalbern, weil er Humor hat. Mit dem man aber auch ernste Gespräche führen will, weil er zuhört und geradeheraus seine Meinung sagt.

Offen geht Manuel Peters auf die Menschen in Vellmar zu, denen er zum Beispiel während des ökumenischen Gottesdienstes zum Stadtrechtejubiläum begegnete oder beim Festzug, in dem er für die Kirchengemeinden Vellmars mitradelte.

Einige der insgesamt rund 2700 Mitglieder der Heilig-Geist-Gemeinde hat Manuel Peters seit seinem Umzug nach Vellmar Ende August bereits kennengelernt. „Ich weiß, dass es in dieser Gemeinde wahnsinnig viele Menschen gibt, die sich mit Herzblut engagieren, weil das ihre Heimat ist“, sagt er. „Als neuer Pfarrer kann und will ich nicht ersetzen, was hier an Kräften gewachsen ist.“ Angst vor dem Vergleich mit seinem Vorgänger, Peter Göb der die Gemeinde nach 17 Jahren verließ, um im August 2014 die Leitung des Seelsorgeamts im Generalvikariat des Bistums in Fulda zu übernehmen, habe er nicht.

„Peter Göb hat hier eine blühende Gemeindelandschaft hinterlassen. Ich werde aber nicht in seine Fußstapfen treten. Ich mache meine eigenen Fußstapfen: davor, dahinter und daneben“, betont Manuel Peters.

Im Moment sei er damit beschäftigt, sich einen Überblick über das Angebot der Gemeinde zu verschaffen. „Mir ist es wichtig, auch neue Angebote für Alters- und Personengruppen ins Leben zu rufen, die bisher im Programm der Kirchengemeinden noch nicht berücksichtigt werden, das sich eher auf Familien und Senioren konzentriert. Ich möchte, dass sich in der Kirche zum Beispiel auch allein lebende Menschen zwischen 20 und 35 regelmäßig begegnen, um hier Gemeinschaft zu erleben“, sagt Manuel Peters.

Neben dem Ausbau des Gruppenangebots habe er sich unter anderem vorgenommen, das Gottesdienstprogramm zu erweitern. „Als Priester zelebriere ich täglich die Eucharistie - dazu möchte ich in Zukunft möglichst viele Menschen unter der Woche zu unterschiedlich gestalteten Werktaggottesdiensten einladen“, sagt Manuel Peters.

Von Sarah Rogge-Richter

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