Hessen Mobil will an wichtiger Kreuzung in Vellmar Fahrbahnmarkierungen aufbringen - nach 18 Monaten

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Abbiegen ohne Fahrbahnmarkierungen: An der Regenbogen-Kreuzung in Obervellmar, hier mit Blick auf die Holländische Straße, können sich Autofahrer seit Langem nicht mehr richtig einordnen. Das führt immer wieder zu gefährlichen Situationen. 

Vellmar. Im Bereich der Regenbogen-Kreuzung im Vellmarer Stadtteil Obervellmar kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen. Denn dort, wo sich Bahnhofsstraße und Holländische Straße kreuzen, fehlen seit gut eineinhalb Jahren die Fahrstreifenmarkierungen.

Sie sind bis zur Unkenntlichkeit verschlissen. Verkehrsteilnehmer, die in Richtung Herkules-Markt einbiegen, können ihre Fahrspur nicht erkennen und stehen oft unvermittelt und orientierungslos Fahrzeuglenkern entgegen, die sich vor der Ampelanlage ordnungsgemäß einordnen wollen. Nun scheint aber Bewegung in die Sache zu kommen.

Das Problem ist der zuständigen Behörde, Hessen Mobil, seit Langem bekannt. Auf HNA-Anfrage hatte Pressesprecher Horst Sinemus bereits vor mehr als einem Jahr eingeräumt, dass hier dringender Handlungsbedarf bestehe. Man wolle die Markierungsarbeiten nach Abschluss noch notwendigerer Restarbeiten an anderen Baustellen noch vor dem Winter beginnen, spätestens jedoch im Frühjahr 2017, hatte der Behördensprecher angekündigt. Geschehen ist seitdem: nichts.

Auch die Stadt Vellmar erinnerte immer wieder an die notwendigen Markierungsarbeiten, die zur Straßenausstattung ebenso gehören wie Verkehrszeichen. Schließlich sorgen sie für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer.

„Wir haben das Thema zuletzt vor etwa sechs Wochen angesprochen, weil immer wieder besorgte Autofahrer angerufen haben“, sagt Wolfhard Eidenmüller, zuständiger Sachbearbeiter bei der Vellmarer Ordnungs- und Verkehrsbehörde. Er schätzt die Kreuzung im aktuellen Zustand als potenziell gefährlich ein. Es sei in den vergangenen Monaten immer wieder zu brenzligen Situationen gekommen.

Vor 14 Jahren: Die letzten Fahrbahnmarkierungen aus Thermoplast wurden im Jahr 2003 von Mitarbeitern einer Kasseler Firma bei der Sanierung der Regenbogen-Kreuzung aufgebracht. Die Spurmarkierungen müssen jedoch in viel kürzeren Abständen erneuert werden, da sie mit der Zeit abgefahren werden.

Die Polizei berichtet auf Nachfrage, dass sich im Kreuzungsbereich zwei Unfälle in den vergangenen zwölf Monaten ereignet hätten. Auf fehlende Fahrstreifen seien diese jedoch nicht zurückzuführen.

Nachdem die Stadt Vellmar wiederholt bei der zuständigen Straßenmeisterei in Espenau nachgefragt hatte, kommt nun Bewegung in die Angelegenheit. Hessen Mobil habe kurzfristig eine Fachfirma damit beauftragt, die Markierungsarbeiten an der Regenbogen-Kreuzung endlich zu erledigen, heißt es von der Stadt Vellmar. Das solle bereits in der kommenden Woche geschehen. Ein konkretes Datum konnte Hessen Mobil auf Nachfrage nicht nennen.

Unklar ist auch noch, ob die Markierungen aus lang haltbarem Thermoplast-Material hergestellt werden, wie die Richtungspfeile und Haltelinien, oder ob die Linien mit einer Zweikomponenten-Farbe aufgesprüht werden.

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