Praxis- und Geschäftsräume sind geplant

Hoffnung für Regenbogenkreuzung in Obervellmar

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Die viel befahrene Regenbogenkreuzung: Unser Blick zeigt die Kreuzung aus Richtung Bahnhofstraße. Wegen des hohen Verkehrsaufkommens fordert die CDU seit Langem den Bau eines Kreisels. Jetzt plant ein Investor, das leer stehende ehemalige Hotel Regenbogen (im Bild ganz links) zu übernehmen.

Vellmar. Bewegung kommt in die Überlegungen zur Zukunft der Regenbogenkreuzung in Obervellmar. Nach HNA-Informationen plant ein Arzt aus Waldeck-Frankenberg, das leer stehende ehemalige Hotel Regenbogen zu übernehmen, um dort Geschäfts- und Praxisräume einzurichten.

Eine Bauvoranfrage hat der Mediziner dem Vellmarer Magistrat schon vorgelegt und der hat sie nach unseren Informationen auch positiv beschieden. Im Vellmarer Rathaus gibt man sich bedeckt. Bürgermeister Dirk Stochla (SPD) wollte die neue Entwicklung nicht kommentieren. Dazu sei es noch zu früh. Auch der Investor wollte zu seinem Projekt noch nichts sagen.

Würde das Hotel Regenbogen wieder aktiviert - es steht seit vergangenem Jahr leer - würde dies auch das Aus für den besonders von der Vellmarer CDU seit Langem geforderten Kreisel an der Kreuzung Holländische Straße/Bahnhofstraße bedeuten. Denn, das haben die bisherigen Überlegungen gezeigt: Da der Kreisel fünf Zufahrten haben müsste, würde aus Platzgründen das Grundstück des Regenbogens für den Bau des Kreisverkehrs benötigt. Deshalb hatte der Eigentümer die Stadt Vellmar schon im Oktober 2010 von seinen Verkaufsabsichten informiert, erste Gespräche wurden damals geführt.

Aktualisiert am 17.5. um 13.25 Uhr

Die CDU hatte daraufhin im September 2013 das Thema wieder aufgegriffen und darauf hingewiesen, dass die Verkehrssituation durch den Kreisel verbessert werden könne. Skeptiker dagegen befürchten, dass durch die fünf notwendigen Zufahrten in den Kreisverkehr plus die Fußgängerüberwege, die integriert werden müssten, die Situation an der Kreuzung eher verschärft werde.

Zuständig für den Bau eines Kreisels wäre jedoch nicht die Stadt Vellmar, sondern die Verkehrsbehörde Hessen Mobil, da es sich bei der betroffenen Strecke um eine Landesstraße handelt. Und dort herrscht angesichts der komplizierten Ausgangssituation mit den fünf notwendigen Zufahrten hinsichtlich der Realisierung und der wesentlich höheren Kosten als für einen normalen Kreisverkehr eher Skepsis. Schon Reinhold Rehbein vom damaligen Amt für Straßen- und Verkehrswesen hatte 2010 darauf hingewiesen, dass das Verkehrsaufkommen in diesem Bereich zu hoch sei, als dass ein fünfarmiger Kreisel funktionieren würde.

Rehbein hatte betont, dass der Bau eines Kreisels dort „eine sehr aufwendige Angelegenheit“ werden würde. Er rechnete schon damals für die Verlegung der Straßen und die Erneuerung der Versorgungsleitungen mit einer Investitionssumme von rund einer Million Euro - ohne die Kosten für Abriss und Verkauf des „Regenbogens“.

Von Stefan Wewetzer

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