Aktion der syrisch-orthodoxen Christen

Lkw-Ladung mit warmer Kleidung werden in den Irak geschickt

Vellmar. Mit mehr als 60 Tonnen Bekleidung, Decken und Schuhen wollen syrisch-orthodoxe Christen der Hilfsorganisation „Save our Souls" (SOS) ihren Glaubensgenossen im Nordirak helfen, den eiskalten Winter zu überstehen. Der zweite von insgesamt acht Lkw-Transporten wurde jetzt von Vellmar aus auf die 10-tägige Reise geschickt.

Man sei stolz auf das Ergebnis sowie auf alle Spender und Helfer der bundesweiten Kleidersammlung, sagte die Koordinatorin des SOS-Hilfsprojekts, Elisabeth Savci (30), während der Lkw-Beladung auf dem Gelände der Spedition Speedlog.

Gesegnete Ladung 

In den Lagerräumen türmten sich die Kartons mit warmer Kleidung, die von hier lebenden Glaubensbrüdern und -schwestern der vor der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ geflüchteten Aramäer auf den Gabelstapler gehievt wurden. Ganz vorn mit dabei waren Pfarrer Stefan Krönung und Mitglieder des Malteser-Hilfsdienstes in Kassel: „Ich bin beeindruckt von allen jungen Leuten, die hier helfen“, sagte der katholische Seelsorger, bevor er die Ladung und alle Beteiligten segnete.

SOS finanziere die Transporte aus Barspenden, sagte Marcela Malki. Sie sei der Firma Speedlog dankbar für die kostenlose Überlassung des Zentrallagers und die Transporte zum Selbstkostenpreis.

Lkw-Beladung mit Winterkleidung und Decken für Flüchtlinge im Irak: Auf dem Bild zu sehen sind Pfarrer Stefan Krönung (Dritter von rechts) und Helfer von der Spedition und der Organisation. Fotos: Wohlgehagen

„Die Angehörigen der christlichen Assyrischen Kirche - Assyrer beziehungsweise Aramäer - werden massenweise vertrieben“, in der Großstadt Mossul seien beispielsweise frühchristliche Gebäude einfach weggesprengt worden, so die SOS-Organisatorinnen. Die vor den Terrorgruppen geflohenen Menschen, unter ihnen viele Kinder, brauchen dringend warme Kleidung. Bei der Verteilung im Krisengebiet arbeite SOS mit der „Assyrian Aid-Society“ zusammen, sagte Marcela Malki, zusätzlich soll ein deutsches Helferteam in das Flüchtlingszentrum entsandt werden.

Außer in Vellmar musste die Hilfsorganisation in Paderborn ein zweites Lager aufmachen, weil mehr Kleiderspenden als erwartet eingingen. Deshalb sei jetzt Geld für zusätzliche Transporte nötig, sagte Elisabeth Savci, die um weitere Barspenden zugunsten der Not leidenden Christen im Irak warb. Elisabeth Savci dankte allen Spendern aus dem Raum Kassel, besonders Sara Aydin, der Stadt Vellmar sowie den katholischen und syrisch-orthodoxen Kirchengemeinden in Kassel für die Unterstützung.

Von Hans-Peter Wohlgehagen 

Spendenkonto: Save our Souls (SOS)

IBAN: DE71 4785 0065 0000 7772 79

BIC: WELA DEDI GTL

Weitere Informationen gibt es hier.

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