Kitas in Vellmar erweitern ihr Betreuungsangebot

Vellmar. Mehr Flexibilität für Familien verspricht das erweiterte Betreuungsangebot der städtischen Tageseinrichtungen für Kinder in Vellmar.

Dazu haben die Stadtverordneten am Montagabend im Bürgersaal in Vellmar-West einen entsprechenden Beschluss gefasst und zwei Satzungsänderungen zugestimmt.

Künftig werden folglich alle Regelungen für die kommunalen Kindertagesstätten und die Kinderhorte in einer gemeinsamen „Satzung zur Benutzung von Tageseinrichtungen für Kinder in Vellmar“ zusammengefasst. Im Wesentlichen betrifft die Satzungsänderung die Betreuungszeiten in den fünf Kitas. Neben den Regelbetreuungszeiten von 8 bis 16 Uhr werden nun auch ein Früh- und ein erweiterter Spätdienst angeboten. Eltern können ihre Kinder jetzt von 7 bis 17 Uhr unterbringen. Zusätzlich können an zwei Tagen in der Woche flexible Betreuungszeiten am Nachmittag zugebucht werden. Auch die Gebührensatzung wurde in Zusammenarbeit mit dem Gesamtelternbeirat überarbeitet. Die Betreuungsgebühren werden ab 1. September um fünf Prozent erhöht. „Niemand belastet Eltern gern, aber die Gebühren sind fair, angemessen und ausgewogen“, sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Klaus Werner. „Wir haben einen guten Personalschlüssel und die flexiblen Zeiten waren Wunsch der Eltern“, bestätigte Bürgermeister Manfred Ludewig (SPD). Der Gesamtelternbeirat sei mit der Qualität der Einrichtungen sehr zufrieden. Ute Horn-Wendel (Bündnis 90 / Die Grünen) sprach indes von einer erheblichen finanziellen Belastung. Trotzdem stimmte die Fraktion geschlossen mit Ja. Lediglich die CDU-Fraktion sprach sich gegen die neue Gebührensatzung aus. Zwar sprach Elvira Ziegler von einer „moderaten Erhöhung“, gab aber zu bedenken, dass eine Gebührenerhöhung gegen das Konzept „junge Stadt“ spreche. „Um für junge Familien attraktiv zu werden, ist eine Erhöhung genau der falsche Weg“, sagte die Fraktionsvorsitzende.

Derzeit bietet die Stadt Vellmar 622 Betreuungsplätze in fünf Kitas an. Laut Bürgermeister Ludewig kostet jeder Platz 6100 Euro. Davon zahlen die Eltern und der Bund zusammen 2500 Euro. Die Stadt trägt mit 3600 Euro knapp 60 Prozent der Betreuungskosten.

Rubriklistenbild: © dpa

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