HNA-Serie: Mia Becker ist Läuferin, Turnerin und Schwimmerin

Mia Becker (9) aus Vellmar ist von kleinauf sportverrückt

Sportbegeisterte unter sich: Die drei Geschwister (von links) Noah, Mia und Ella Becker haben ein Paradies für kleine Sportler im Garten. Genauso gern feilen sie allerdings unter Anleitung von Vater Uwe am Laufstil und dem nötigen Tempo. Foto: Dauber

Vellmar. Die neunjährige Mia Becker aus Vellmar ist schon von kleinauf sportverrückt gewesen. Sie läuft, turnt und schwimmt.

Muskelkater? „Hatte ich noch nie.“ Müdigkeit nach dem Training? „Schon, aber ich erhole mich dann ja wieder!“ Zwei Wettkämpfe in zwei Sportarten an einem Tag? Kein Problem, solange es zeitlich passt. Mia Becker aus Vellmar ist neun Jahre alt, ein Energiebündel. Ihre große Leidenschaft ist der Sport.

Mia belässt es jedoch nicht bei einer Sportart: Das Laufen steht für sie an erster Stelle, ihre Königsdisziplin über 1000 Meter bewältigt sie in beinahe unheimlichen 3:44 Minuten. Neben dem Ausdauersport turnt sie beim FTSV Heckershausen und schwimmt beim DLRG in Vellmar. Die Abwechslung macht ihr besonders Spaß, wie sie erzählt.

Der kaum zu bändigende Bewegungsdrang wurde Mia Becker quasi vererbt: Ihr Vater, der HR-Sportmoderator Uwe Becker, gehörte zu seiner besten Zeit zur Spitze der deutschen Mittelstreckenläufer, und Mias Großmutter stand einst kurz vor einer Olympia-Teilnahme als Turnerin. Von beiden kann sie viel lernen, denn sich zu verbessern und „immer weiter zu kommen“ ist ihr Anreiz. Die Großmutter erkannte schon früh, welches Potenzial die Enkelin im Turnen hat. Auch Vater Uwe gibt möglichst viel Wissen und Erfahrung an seine Tochter weiter. Seit Anfang des Jahres trainieren Mia und ihre Geschwister Noah (7) und Ella (4) bei der LG Vellmar unter der Regie des eigenen Vaters. „Motivieren muss ich da niemanden, eher bremsen“, berichtet Uwe Becker lachend.

Auf den Geschmack der Schnelligkeit gekommen ist Mia beim Fangen, ihrem Lieblingsspiel. Dass der Vater immer allein seine Runde zog, war für sie unverständlich, sodass sie kurzerhand beschloss, einfach mal mitzulaufen. Ob Kurzstrecke oder zehn Kilometer ist ihr nicht so wichtig, die Hauptsache ist, dass es schnell geht und vor allem schneller als beim letzten Mal.

Jedes Rennen ein Sieg

Beim Nordhessencup, einer Rennserie von Volksläufen, dominiert Mia die gleichaltrige Konkurrenz, auch Ältere lässt sie regelmäßig hinter sich. Elfmal trat sie dieses Jahr bereits dort an, elf Siege sind das Ergebnis. Zwischenzeitlich gewann sie auch den Mini-Marathon in Kassel, ihre Verfolgerinnen derselben Altersklasse brauchten fast zwei Minuten länger.

Das sind beeindruckende Ergebnisse und Erfolge für das eher zierlich wirkende Mädchen. „Sie kommt überall gut an mit ihrer offenen Art“, meint Mutter Corinna. Ihre Freunde hat Mia vor allem außerhalb der Sportvereine, bei der nächsten Geburtstagsparty werden die jungen Gäste trotzdem nicht um das Sport-Motto herum kommen.

Amüsieren und stundenlang beschäftigen können sich die drei Geschwister sowieso problemlos. Fußballtore, Basketballkorb und Reckstange, alles steht im eigenen Garten. Multitalent hin oder her: Eine Sache klappte bisher gar nicht, wie Mia unumwunden zugibt: Schlittschuhfahren.

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