Comedian aus dem Ruhrgebiet tritt am Freitag, 21. April, in Vellmar auf

Komiker Markus Krebs: „Die Nordhessen sind resolut“

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Ist am Freitag ab 20 Uhr in Vellmar zu sehen: Der Komiker präsentiert in der Mehrzweckhalle Frommershausen sein neues Live-Programm „Permanent Panne“.

Vellmar. Der Komiker Markus Krebs steht am Freitagabend in Vellmar auf der Bühne. Im Interview erklärt der gebürtige Duisburger, was Nordhessen und Ruhrpottler gemeinsam haben.

Herr Krebs, Ihr aktuelles Programm heißt „Permanent Panne“. Was ist denn das größte Missgeschick, das Ihnen bisher passiert ist?

Markus Krebs:Vor einem Kino bin ich mal vor 1000 Leuten vor eine Glasscheibe gelaufen. Das hatte für sehr viel Gelächter gesorgt. Ich habe in dem Moment natürlich so getan, als hätte ich das extra gemacht, aber es tat ziemlich weh. Ansonsten achte ich auf die Missgeschicke von anderen. Da kann ich besser mit umgehen (lacht).

Wen finden Sie denn völlig panne?

Krebs:Am besten sind die, die nicht wirklich wissen, dass sie einen am Helm haben. Man muss nur ganz genau hingucken und hinhören, dann schreibt sich das Programm quasi von ganz alleine.

Auf welche Geschichten können sich die Besucher freuen?

Krebs: Ich erzähle ja immer Sachen, die ich auch wirklich erlebt habe. Natürlich etwas extremer und ich dichte auch ein paar Dinge dazu. Aber die Grundgeschichte stimmt immer.

Sie sind vergangenes Jahr in Kassel aufgetreten. Gibt es etwas, dass Ihnen in Erinnerung geblieben ist?

Krebs: Wir hatten damals ein paar Probleme, denn hinten konnten die Zuschauer nicht so gut hören. Sie haben sich dann in Eigenregie näher an die Bühne gesetzt. Das fand ich sehr gut: Zack, Stuhl genommen, nach vorne. Resolut – so wie ich das auch aus dem Ruhrgebiet kenne. Bei meinem Auftritt in Vellmar wird man mich aber von überall aus gut hören können.

Auf Ihrer Tour haben Sie es stets mit ganz unterschiedlichem Publikum zu tun. Lassen sich da regionale Unterschiede ausmachen?

Krebs: Das Publikum in Hamburg und Bremen ist meinem Humor sehr zugewandt oder auch der letzte Auftritt in Frankfurt – das war echt klasse. Regional ist Baden-Württemberg etwas schwieriger. Da muss man richtig Gas geben. Aber et hätt noch emmer jot jejange – wie der Kölner sagt. Irgendwann hab ich sie (lacht).

Sie sind gelernter Groß- und Außenhandelskaufmann, hatten einen Geschenkartikel-Laden. Zuletzt waren Sie als Vize-Marktleiter in einem Baumarkt tätig. Wie sind Sie denn zur Comedy gekommen?

Krebs: Mein Bruder hatte damals in Dinslaken, eine Stadt neben Duisburg, den Niederrheinischen Comedy-Preis ausgerufen. Ich habe dort an der Kasse gearbeitet. Jemand ist ausgefallen und ich bin spontan eingesprungen, habe ein paar Witze erzählt und das ganze Ding gewonnen. Da hab ich mir gedacht: Wenn den Leuten das gefällt, mach ich weiter. Und diesen Job möchte ich noch lange machen – wenn es das Publikum erlaubt.

Sie sind bekennender Fan des Fußballver einsMSV Duisburg. Trifft man Sie noch ab und zu im Stadion an?

Krebs: Ich habe diese Saison tatsächlich erst ein Heimspiel und ein Auswärtsspiel gesehen, weil ich einfach keine Zeit habe. Für den letzten Spieltag habe ich mir allerdings Karten geholt, weil ich hoffe, dass wir da in die zweite Liga aufsteigen.

Zusammen mit Ihrem Bruder Michael betreiben Sie die Kneipe „Anne Tränke“ in Duisburg. Wie oft stehen Sie selbst noch hinter der Theke?

Krebs: Hinter der Theke gar nicht mehr. Wir haben da Leute eingestellt, die das besser können. Mein Bruder kümmert sich vor Ort um alles. Das läuft ganz gut.

In der RTL-2-Serie „Achtung, die Dietrichs kommen“ spielten Sie den Pseudo-Millionär Jürgen, der Yacht- und Nobelkarossen-Verkäufer zur Verzweiflung bringt. Wie hat Ihnen der Ausflug vor die Fernsehkamera gefallen?

Krebs: Das hat Spaß gemacht, aber ich kann mich schlecht selbst im Fernsehen sehen. Ich sehe nur die Fehler bei mir: Da hast du zu früh gelacht, da hast du das falsch gemacht – nee, das kann ich nicht sehen (lacht). Aber das Drehen war klasse. Und so wie ich Feedback bekommen habe, ist die Serie wohl auch gut angekommen.

Ist Ihr Engagement als Schauspieler also eine einmalige Sache gewesen?

Krebs: Ich hoffe, dass wir noch eine zweite Staffel machen. Und ich würde gerne bei einem Kinofilm mitmachen. Den Film würde ich mir dann auch angucken. Der muss auch gar nicht lustig sein. Es kann auch eine Rolle bei „Herr der Ringe“ sein, weil ich lange Haare hab (lacht). Von mir aus auch in irgendeinem „Tatort“.

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