Schachclub bietet Jugendtraining an

Konzentration ist gefragt: Beim Schachclub Vellmar lösen Kinder und Jugendliche knifflige Aufgaben

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Volle Konzentration: Henri Blaschke (links), Jugendtrainer des Schachklubs Vellmar 1950 hilft Paul (Mitte) und Yorik bei der Lösung verschiedener Taktikaufgaben. 

Vellmar. Konzentriert schaut Paul auf die Figuren vor sich auf dem Schachbrett. Eine kniffelige Aufgabe wartet auf ihn. Mit einem Zug soll er den schwarzen König Matt setzen. Einen Gegenspieler hat der 16-Jährige allerdings nicht.

Mithilfe von Taktikaufgaben trainiert Paul sein Können im Spiel der Könige. „Dieses Knobeltraining braucht man als Übung für die Spiele, so wie das Training beim Fußball“, erklärt der Jugendliche aus Espenau und stellt die Figuren für die nächste Aufgabe auf das Brett.

Unterstützt wird Paul bei seinen Übungen von Henri Blaschke, der jeden Freitagnachmittag das Jugendtraining des Schachklubs Vellmar leitet. In zwei Gruppen, von 16 bis 17 Uhr und von 17 bis 18 Uhr, treffen sich Kinder und Jugendliche im Gemeindehaus der Johanneskirche Vellmar West, um Schachspielen zu lernen und sich immer weiter zu verbessern.

Eine Altersbeschränkung gibt es nicht. „Hier ist jeder willkommen, egal ob Mädchen oder Junge, und egal, wie stark man im Spiel ist. Man kann hier sehr individuell mit unterschiedlichen Aufgaben üben. Auch Anfänger können gerne kommen“, erklärt Henri Blaschke. Er selbst hat mit fünf Jahren angefangen Schach zu spielen, erzählt der Student. Viele Kinder beginnen, so wie Paul, in der Grundschule mit dem Spiel.

Während seines Studiums der Wirtschaftsingenieurwissenschaften hat Henri Blaschke eine Ausbildung zum C-Trainer absolviert und seit einem halben Jahr kümmert er sich ehrenamtlich in Vellmar um den Schachnachwuchs. „Ich wurde ja auch trainiert. Und irgendwann möchte man sein Wissen auch weitergeben“, erklärt er seine Motivation.

Besonders wichtig ist es ihm, seinen Schülern von Anfang an den richtigen Umgang mit den Schachregeln beizubringen. „Ich musste mir auf meinem Schachweg immer wieder Sachen abgewöhnen, die ich mir falsch beigebracht hatte. Davor kann ich die Kids bewahren und es ihnen gleich richtig beibringen.“

Davon profitiert auch Yorik aus Ihringshausen, der seit einem halben Jahr zum Schachtraining kommt. „Opa ist ein großer Schachspieler und er wollte einen Rivalen haben. Mir macht das viel Spaß. Konzentrationsspiele sind mein Ding“, erzählt der Achtjährige.

Arbeit und Zeit in sein Schachtraining zu investieren, lohnt sich laut Blaschke auf jeden Fall. „Es ist ein Strategiespiel mit festen Regeln. Wenn man die beachtet, bewirkt das schon viel an der Spielstärke. Und es gibt keinen Zufall, wie etwa beim Kartenspielen“, erklärt er.

Und so trainiert auch Paul fleißig weiter mithilfe der Taktikaufgaben. Am meisten Spaß macht ihm aber das richtige Spiel mit einem Gegner. Auch bei den Vellmarer Schachtagen war er schon dabei. „Das fand ich beeindruckend, wie groß Schach ist. Wie viele Menschen da zusammengekommen sind, um mit kleinen Figuren gegeneinander anzutreten“, sagt er. 

Das Jugendtraining des Schachklubs Vellmar 1950 findet außer in den Ferien immer freitags statt, von 16 bis 17 Uhr sowie von 17 bis 18 Uhr, im Gemeindehaus der Johanneskirche Vellmar West, Lüneburgerstraße 12. Für Erwachsene findet dort freitags ab 20 Uhr ein offener Spielabend statt.

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