Musikschule Chroma in Vellmar für fast eine Million Euro saniert

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Flaggschiff der Musikschule: Rudolf Cerny und Gerhard Förster (von links) präsentieren den neuen Konzertsaal der Musikschule. Er bietet 99 Zuhörern Platz. Auch die Ballettgruppen trainieren hier.

Vellmar. Nach der Sanierung der Vellmarer Musikschule Chroma läuft der Unterrichtsbetrieb wieder. Investiert wurde rund eine Million Euro. 50.000 Euro konnten an Spenden gesammelt werden.

Vor dem Haupteingang sind noch Erdarbeiten im Gange, im Keller wird Teppichboden verlegt, ein paar Beleuchtungskörper fehlen noch. Aber ansonsten hat die Musikschule Chroma mit der Sanierung ihres Gebäudes an der Adalbert-Stifter-Straße eine Punktlandung hingelegt: Seit Beginn dieser Woche läuft der Unterricht in den neugestalteten Räumen, das Exil der Musikschüler und Lehrer in der gegenüberliegenden Gesamtschule Ahnatal hat ein Ende.

Auch in finanzieller Hinsicht ist die Musikschule laut Rudolf Cerny, Vorsitzender des Trägervereins, fast punktgenau gelandet. Die Investitionskosten seien gegenüber der ursprünglichen Schätzung, die bei 930.000 Euro lag, nur um 77.000 Euro auf gut eine Million Euro gestiegen. „Wir sind froh, dass wir den Kostenrahmen gehalten haben. Die Finanzierung ist gesichert“, sagte Cerny.

Das sei bei solchen, mit Europa-Mitteln geförderten Projekten, nicht selbstverständlich. Die Architekten hätten im Detail darauf geachtet, dass die beauftragten Firmen sich im vereinbarten finanziellen Rahmen hielten.

Markantes Gebäude: Die Fassade der Musikschule mit ihren abgesetzten Holzpaneelen ist ein Hingucker. Der Haupteingang (Mitte) wird erst in einer Woche benutzbar sein. Momentan erreicht man das Innere über einen provisorischen Seiteneingang.

Die weitere positive Botschaft von Chroma lautet: Die Musikschule hat ihr selbstgestecktes Spendenziel von 50.000 Euro erreicht, nicht eingerechnet die Sachspende der Vellmarer Firma Kemper, die den Dichtstoff für das Flachdach kostenlos lieferte. Die erfolgreiche Spendenkampagne unter der Schirmherrschaft des früheren Bundesfinanzministers Hans Eichel startete 2014 mit einem „Flashmob“ von Musikschülern, die an mehreren Orten im Einzugsgebiet der Schule gleichzeitig eine Hymne spielten.

Auch aus der Stadt Kassel, aus der etwa zehn Prozent der rund 1200 Schüler kommen, seien reichlich Spenden geflossen. „Wir betrachten das als Wertschätzung unserer Arbeit“, sagte Gerhard Förster, Leiter der Musikschule. Er hat - wie viele andere - selbst Hand bei den Arbeiten angelegt und die Verkleidung aus Lärchenholz im Innern angebracht. Man sei den Spendern sehr dankbar, ergänzte Cerny. Auch die Zusammenarbeit mit der Gesamtschule, in der Chroma während der Sanierung zu Gast war, habe hervorragend geklappt.

Nach dem Einzug ist nun die Feinabstimmung gefragt. Die Unterrichtsräume seien mit dem Notwendigsten ausgestattet. Doch alles habe man nicht voraus planen können, erklärte Cerny.

Ob die Raumakustik in allen Räumen wirklich optimal sei, stelle man beispielsweise erst fest, wenn die Instrumente in den neuen Räumen erklingen. Daher hoffe er, dass die Spendenbereitschaft anhält.

Spendenkonto Chroma bei der Kasseler Sparkasse IBAN: DE24520503530243008759, Stichwort: Neues Zuhause.

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