Neuer Rüstwagen wird bestellt

Vellmarer Haushalt für 2015: Defizit sinkt deutlich

Endausbau: Im Gewerbegebiet Kämperbrücke werden die letzten Arbeiten erledigt, nachdem das letzte Grundstück verkauft ist.

Vellmar. Über einen guten Einstand in Sachen Finanzen kann sich Vellmars neuer Bürgermeister Manfred Ludewig (SPD) freuen.

Denn beim Stand der Dinge kann das Defizit im aktuellen Haushaltsentwurf gegenüber dem Vorjahr deutlich gesenkt werden: Von knapp 1,2 Millionen Euro im vergangenen auf nur noch 437.000 Euro für das laufende Jahr. Das teilte der Verwaltungschef den Stadtverordneten bei der Vorstellung des Etatentwurfs in ihrer Sitzung am Montagabend mit. Laut Ludewig „eine sehr positive Entwicklung“.

Grund dafür ist nach Auskunft des Bürgermeisters „der massive Anstieg der Schlüsselzuweisungen des Landes Hessen nach dem Einbruch von 2014“. Diese belaufen sich auf nunmehr knapp sechs Millionen Euro - eine Steigerung von 981.000 Euro. Bedenke man die zusätzlichen Einnahmen aus der vom Land Hessen vorgeschriebenen Erhöhung der Grundsteuern für Grundstücke und Straßenreinigung, könnten damit auch Steigerungen bei der Schulumlage und bei den Personalkosten aufgefangen werden.

Die Umlage kletterte von einmal 5,8 Millionen Euro im Jahr 1999 auf 10,2 Millionen Euro bis 2014 und liegt in diesem Jahr bei 10,7 Millionen Euro. Die Personalkosten steigen gegenüber 2014 um 600.000 auf 10,4 Millionen Euro. Die Gewerbesteuer blieb nahezu unverändert und liegt bei 3,66 Millionen Euro. Der Gesamtbetrag der Kredite für das Haushaltsjahr 2015, mit dem Investitionen finanziert werden, liegt bei knapp 1,9 Millionen Euro. Die dicksten Brocken in diesem Bereich sind 923.000 Euro für den zweiten Bauabschnitt beim behindertengerechten Umbau der Vellmarer Bushaltestellen, 360.000 Euro für den Straßenbau im Gewerbegebiet Kämperbrücke, dessen letztes Grundstück im vergangenen Jahr an den Reisedienst Bonte verkauft worden ist. Schließlich fließen 125.000 Euro in den Neubau einer Lagerhalle am Bauhof und 50.000 Euro in den Ausbau der Krippenplätze in den Kitas. Schon bereit stehen die 360.000 Euro für einen neuen Rüstwagen der Feuerwehr, der in diesem Jahr angeschafft wird. Übertragen wurden darüber hinaus schon veranschlagte Planungskosten von 1,5 Millionen Euro für die Sanierung des Rathauses.

Trotz der positiven Entwicklung der Finanzen bleibt der Gestaltungsspielraum der Stadtverordneten laut Bürgermeister Ludewig gering. Denn 95 Prozent des kompletten Haushaltsvolumens seien durch Pflichtaufgaben gebunden: „Die kommunale Selbstverwaltung und insbesondere das Budgetrecht der Stadtverordneten kann bei lediglich fünf Prozent wirken.“

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