Rasen ist in die Jahre gekommen

Neues Grün für den Kunstrasenplatz in Vellmar

+
Neues Kunststoff-Grün. Der 2004 als Kunstrasenplatz gestaltete Sportplatz an der Obervellmarer Brückenstraße wird ab dem 12. Juni erneuert. Die Arbeiten werden von der Firma Polytan aus Halle/Westfalen ausgeführt. Voraussichtlich ab Mitte Juli kann der Platz dann wieder genutzt werden.

Vellmar. Der Sportplatz an der Brückenstraße im Vellmarer Stadtteil Obervellmar hat eine lange und wechselvolle Geschichte. 1927 wurde er als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme von Arbeitslosen gebaut.

Damals diente er für die beiden Vorläufervereine des heutigen Obervellmarer Sport-Clubs (OSC Vellmar) als Spiel- und Sportplatz. 2004 wurde dort ein rund 9000 Quadratmeter großes Sportgelände zu einem Kunstrasenplatz umgestaltet und mit einer Flutlichtanlage ausgestattet.

„Inzwischen ist der Kunstrasen in die Jahre gekommen und weitgehend verschlissen,“ erklärt Uwe Niede, Landschaftsplaner der Stadt Vellmar im Fachbereich Stadtentwicklung und Umwelt und in dieser Eigenschaft auch zuständig für den Bereich Sport. „Der Kunstrasen wurde in den vergangenen 14 Jahren sehr intensiv genutzt und ist entsprechend verbraucht. Die Kunstrasenmatte, die Sportler vor Verletzungen schützen soll, muss erneuert werden.

Kunstrasen-Aufbau. Am Modell zeigt Rathausmitarbeiter Uwe Niede, dass auf die elastische Tragschicht aus Epoxid- Granulat die neue Kunstrasenmatte verlegt wird, in die anschließend gemahlenes Neu-Gummi eingearbeitet wird.

Baubeginn ist voraussichtlich am 12. Juni. „Diesen Termin haben wir mit dem OSC Vellmar ebenso abgestimmt, wie mit der Deutschen Bahn AG, die derzeit noch eine neue Eisenbahnüberführung bauen lässt“, bestätigt der Planer. Allerdings ist dieser Termin auch extrem witterungsabhängig, denn bei Regen kann das neue Material nicht verlegt werden. „Wir gehen von einer Gesamtbauzeit von rund vier Wochen aus“, kündigt Uwe Niede an.

Die Firma Polytan aus Halle in Westfalen liefert das benötigte Material und verbaut es auch. Die erfahrene Spezialfirma hat bereits 2004 den ersten Kunstrasenplatz an der Brückenstraße errichtet.

Auf die bereits vorhandene elastische Tragschicht aus Epoxidharz wird die neue Kunstrasenmatte verlegt. Anschließend wird fein gekörntes Gummigranulat in den Belag eingearbeitet. Das soll das Verletzungsrisiko der Sportler verringern.

Insgesamt kostet die Erneuerung des Kunstrasenplatzes rund 230 000 Euro. Eine Summe, die auf den ersten Blick hoch erscheine, räumt Niede ein. Allerdings müsse berücksichtigt werden, dass dieser Platz so intensiv genutzt wurde, wie kein anderer in Vellmar. „Wir haben vor 14 Jahren viel Geld investiert, hatten dafür aber auch lange Zeit Ruhe. Der erste Kunstrasenplatz hat über die Nutzungsdauer sein Geld verdient. Früher war der Sportplatz an der Brückenstraße ein Hartplatz, der fast ein halbes Jahr unter Wasser stand und nicht bespielt werden konnte. Ein Kunstrasenplatz kann ganzjährig genutzt werden, muss nicht gewässert, gemäht oder ausgebessert werden – das rechnet sich.“ 

Granulat mindert Verletzungsgefahr:

Kunstrasen ist eine Art Kunststoffteppich, der in Beschaffenheit und Aussehen einem Naturrasen nahekommt. Die ersten Kunstrasenplätze wurden für Feldhockey-Spiele ohne Granulat-Verfüllung genutzt und mussten vor Spielbeginn gewässert werden. Später wurden die grünen Beläge auch als Kunstrasenplätze für Fußballspiele verwendet und die Kunstrasenmatte wurde mit Sand bestreut, der allerdings bei Stürzen Abschürfungen und Verbrennungen herbeiführen konnte. Bei der neuesten Kunstrasengeneration, die auch schon 2004 in Vellmar verbaut wurde, wird ein Gummigranulat eingearbeitet, das die Verletzungsgefahr der Sportler minimiert. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.