Stahlmodule für Behelfsbauwerk wurden montiert

Abriss der maroden Brücke am Bahnhof Obervellmar

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Präzisionsarbeit: Die Bahnhofsbrücke in Obervellmar wird im Juli abgerissen. In der Nacht zu Sonntag wurde eine Behelfsbrücke installiert, die bis zum Abschluss der Arbeiten Ende des Jahres als Provisorium dienen wird. Auf unserem Foto sitzt das erste Brückenteil für die Fußgänger schon auf den Aufliegern, das Mittelmodul mit der Fahrbahn wird gerade an seinen Platz manövriert. 2 Fotos: C. Hartung

Vellmar. Sonntagnacht, 1 Uhr, Bahnhof Obervellmar: Flutlichtmasten tauchen die Brücke, die über die Regiotram-Strecke führt, in gleißendes Licht. Dann ist Präzisionsarbeit gefragt. Denn drei Module für eine Behelfsbrücke müssen montiert werden.

Das ist notwendig, um das marode Bauwerk aus dem 1963 abreißen und neu aufbauen zu können. 2,8 Millionen Euro investiert die Verkehrsbehörde Hessen Mobil in das Projekt.

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Nachdem um kurz vor 1 Uhr am Sonntagmorgen der Strom in den Oberleitungen der darunter liegenden Bahnstrecke komplett abgeschaltet und die Strecke gesperrt worden war, schwebte kurze Zeit später schon das erste Fertigbauteil - ein zweieinhalb Meter breiter und 43 Tonnen schwerer Fußgängerweg mit Geländer - an zwei Schwerlastkränen über dem Obervellmarer Bahnhof.

Um einen zügigen Verkehrsfluss auch während der Arbeiten an der maroden Bahnhofsbrücke, die vor der Sperrung täglich von 10.000 Fahrzeugen überquert worden war, zu garantieren, wird die Behelfsbrücke Autofahrern einspurig mit Ampelregelung zur Verfügung stehen, bis die neue Brücke Ende des Jahres fertig gestellt ist. Lediglich der Schwerlastverkehr muss weiterhin die ausgeschilderte Umleitung über die Holländische Straße in Vellmar nehmen.

In Millimeterarbeit setzten die Kräne nacheinander die drei Fertigbauteile, die von einer Spezialfirma aus Emmerich am Niederrhein geliefert worden waren, auf die vorbereiteten Auflieger. 20 Bauarbeiter verschraubten und verschweißten die Stahlmodule und gaben den Kranführern Handzeichen, um die Brückenteile in die richtige Position zu lenken. Außerdem musste eine Abspannungsleitung, die vom Oberleitungsmast mit der alten Brücke verbunden war, an die Behelfsbrücke montiert werden.

Fotos: Arbeiten an der Brücke

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Ein reibungsloser Ablauf war in dieser Nacht unabdingbar, denn die Zeit saß den Arbeitern im Nacken. Bis viertel nach 6 Uhr musste alles erledigt sein, denn dann endete die Sperrzeit für den Bahnverkehr, erläuterte ein Sprechervon Hessen Mobil. Alles klappte einwandfrei: Pünktlich um sechs Uhr saßen alle Teile verschweißt in ihrer Position.

Da die Brücke jetzt noch an beiden Seiten an die bestehenden Fahrbahn angeschlossen werden muss und außerdem noch zahlreiche Sicherheitsarbeiten anstehen, wird die Behelfsbrücke erst ab kommenden Freitag 18 Uhr für den Verkehr freigegeben.

Die marode Bahnhofsbrücke von 1963 wird voraussichtlich im Juli abgerissen, teilte Hessen Mobil mit. Diese Woche sollen schon die Vorbereitungen dafür beginnen. Wie auch die Errichtung der Behelfsbrücke wird der Abriss in der Nacht erfolgen, da die Bahnstrecke wieder gesperrt werden muss.

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