Verwaltung nun auf dem Festplatz

1000 Kisten voller Erinnerungen: Das Vellmarer Rathaus zieht um

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Packt mit an: Karsten Schwichtenberg von der Bauverwaltung ist wie alle Mitarbeiter des Rathauses mit den Kisten beschäftigt.

Vellmar. Flure voller Kisten und geschäftig herumlaufende Mitarbeiter: Bis die Lichter in den Büros endgültig ausgehen, herrscht noch reges Treiben im Vellmarer Rathaus, das ab Juni saniert wird.

„Bis zum Ende des letzten Betriebstages müssen wir alles draußen haben“, erklärt Nicole Werkmeister von dem Arbeitskreis, der für die Organisation des Umzugs verantwortlich ist.

Eine gewaltige Aufgabe, schließlich müssen neben unzähligen Akten auch Möbel, Skulpturen und Bilder verpackt und auf den Weg zu den Containern auf den Vellmarer Festplatz gebracht werden, die in den kommenden zwei Jahren das Rathausgebäude ersetzen. „Der Arbeitskreis hat gute Arbeit geleistet, bis jetzt verlief alles ohne Probleme“, sagt Bürgermeister Manfred Ludewig (SPD).

Gleich nach dem Beschluss zur Rathaussanierung im vergangenen Jahr wurde zum Beispiel schon mit dem Sortieren der Akten im Keller begonnen. Obwohl ein Umzugsdienst die Kisten vom Rathausplatz zum Festplatz transportiert, sind für das Packen die über fünfzig Mitarbeiter selbst verantwortlich.

Vorfreude spürbar 

„Wir haben besonders für die unzähligen Akten ein System entwickelt“, erklärt Nicole Werkmeister. Schließlich gebe es viele Papiere, die Aufbewahrungsfristen hätten und die nicht wegkommen dürften. „Einen Teil müssen wir aus Platzgründen auslagern“, sagt sie. Weit über tausend Kisten wurden allein für die Akten benötigt. „Bei den Angestellten gibt es wenig Wehmut oder Verunsicherung“, verrät Manfred Ludewig. „Sie freuen sich vielmehr, dass die neuen Container eine Klimaanlage haben.“ In der Vergangenheit gab es vermehrt Beschwerden über die zugigen Fenster und überhitzte Büros. „Die Vorfreude auf das neue Rathaus ist spürbar, jeder wurde schon darüber informiert, wie es in zwei Jahren aussehen soll.“

Schließt ab: Bürgermeister Manfred Ludewig. 

Ab Juni einsatzbereit

Nur einige Kollegen im Ruhestand seien noch einmal vorbeigekommen, um ein letztes Mal durch die vertrauten Gänge zu wandeln. Bis heute ist die Verwaltung noch im Dienst, danach geht die Arbeit gleich weiter. Am neuen Standort angekommen, muss nämlich alles wieder eigenhändig ausgepackt und eingeräumt werden. „Von unserer Seite aus, sind wir ab dem sechsten Juni wieder einsatzbereit“, sagt Manfred Ludewig. Was man nicht einschätzen könne, wären zum Beispiel Probleme mit den Telefonleitungen oder dem Internet. „Wir versuchen auf jeden Fall die meistgefragten Dienstleistungen als erstes wieder einzurichten“, ergänzt Nicole Werkmeister.

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