Rathaus zieht um: Festplatz wird zum Containerdorf

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Besichtigen die Bauarbeiten auf dem Festplatz: Bürgermeister Manfred Ludewig (links) und Hauptamtsleiter Stephan George.

Vellmar. Nun steht es fest: Im Vellmarer Rathaus gehen wegen der anstehenden Sanierung am 24. Mai die Lichter aus. Dann beginnt einer der größten Umzüge, die die Stadt je gesehen hat.

Denn sämtliche Mitarbeiter des Rathauses werden für die Zeit der voraussichtlich zwei Jahre dauernden Sanierungsarbeiten in Büro-Container umquartiert, die in den kommenden Wochen auf dem 500 Meter entfernten Festplatz aufgestellt werden. Nach Auskunft von Hauptamtsleiter Stephan George hat die Stadt insgesamt 162 Container von einer Firma aus Gummersbach (Nordrhein-Westfalen) für die Verwaltung angemietet. Dieselbe Firma stellt bereits die Container für die Außenstelle der Kita Vellmar-West, die seit Herbst auf dem Festplatz beheimatet ist. „Wir haben gute Erfahrung mit dem Unternehmen gemacht“, sagt George.

2,8 Mio. Euro für Container?

So sehen die Container aus: Die Außenstelle der Kita Vellmar-West vertraut seit Herbst auf den denselben Container-Typ.

Die Miete für zwei Jahre kostet die Stadt 882 000 Euro. „Mit dem Angebot sind wir sehr zufrieden“, sagt Bürgermeister Manfred Ludewig (SPD), „zumal wir auch wahnwitzige Angebote nach unserer Ausschreibung bekommen haben, die teils zwei Millionen Euro teurer waren“.

Auf dem Festplatz tut sich derweil schon einiges. Bauarbeiter haben bereits damit begonnen, die Fläche für die 162 Container, die zweistöckig aufgestellt werden, vorzubereiten. Unter anderem werden Anschlüsse und Leitungen für Abwasser, Wasser und Strom gelegt. Bis Ende März sollen die Vorbereitungen abgeschlossen sein. Die Kosten für die Erdarbeiten belaufen sich nach Angaben von Ludewig auf 91 500 Euro. Der Zeitplan sieht vor, dass das Rathaus-Containerdorf auf dem Festplatz am Dienstag, 6. Juni, kurz nach Pfingsten, eröffnet wird. Der Umzug soll demnach in weniger als zwei Wochen über die Bühne gehen.

George geht zudem davon aus, dass es, sobald das Rathaus geschlossen hat, zu Einschränkungen bei den Dienstleistungen der Stadtverwaltung kommen kann. „Aber wir führen gerade Gespräche mit unseren Nachbarkommunen, um uns im Notfall dort Hilfe zu holen“, sagt George.

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