Run auf Schnäppchen mit zwei Rädern

Gebrauchte Drahtesel bei Fahrradbörse in Vellmar

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Gleich zwei Laufräder auf einen Streich: Cathrin Scheuner aus Vellmar freute sich mit Sohn Amadeo über die beiden Laufräder, die sie für ihn und seinen Bruder erstanden hatte.

Vellmar. Zu Fuß waren sie gekommen, auf zwei Rädern verließen sie die Ahnatal-Schule: Viele Besucher, die sich am Samstag im Rahmen der Fahrradbörse in Vellmar auf die Jagd nach Schnäppchen begeben hatten, fuhren auf ihrem gebrauchten fahrbaren Untersatz nach Hause.

Ob Mountainbikes, Renn-, Holland- oder BMX-Räder, für Damen, Herren oder Kinder, ob Kindersitze, Anhänger oder Roller – sogar Tandems und Elektrofahrräder: Mehr als 500 Teile hatten die Mitglieder des Motorsportclubs (MSC) Espenau-Vellmar ‘75, der die Fahrradbörse bereits zum 20. Mal organisierte, nach Kategorien sortiert im Atrium und den Fluren aufgebaut.

„Ich habe die Menschen hier zwar nicht genau zählen können, bin mir aber relativ sicher, dass wir heute im Vergleich zu den Vorjahren einen Besucherrekord haben“, sagte Werner Praschek, Vorsitzender des MSC, während er seinen Blick über das dichte Gedränge schweifen ließ. Den ganzen Vormittag über waren etwa 35 Vereinsmitglieder im Einsatz gewesen, um die Fahrräder aus zweiter Hand anzunehmen und den Verkäufern aus Vellmar und Umgebung bei der Preisfindung behilflich zu sein. „Für zum Teil weniger als 50 Prozent des Ursprungspreises können die Käufer hier mitunter neuwertige Waren erstehen. Und auch für die Verkäufer lohnt es sich, wenn sie ihre Fahrräder in einem gepflegten Zustand bei uns abgeben“, sagte Praschek. Zehn Prozent des Verkaufspreises behalte der Verein: „Wir unterstützen damit unsere Jugendgruppe.“

Im Getümmel fündig geworden ist auch Cathrin Scheuner aus Vellmar. Knapp 20 Minuten nachdem sich die Türen zur Fahrradbörse geöffnet hatten, stand sie mit ihrem dreijährigen Sohn Amadeo und zwei Laufrädern schon wieder in der Schlange vor der Kasse. Und die war – obwohl erst kurz nach der Eröffnung – bereits lang.

„Ich bin überrascht über den Andrang. Aber es ist alles gut organisiert“, sagte sie. Die beiden Laufräder hatte sie für Amadeo und seinen jüngeren Bruder Tamino entdeckt. „Ich bezahle dafür so wenig, das ist fast geschenkt“, freute sich die junge Mutter. (pri)

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