Erste Verkaufsbude in Vellmar steht bereits

Die Spargelsaison ist ab sofort eröffnet

+
Freuen sich über den Auftakt der Spargelsaison (von links): Spargelhändler Roland Skwarski, Geschäftsführer des Edeka-Marktes in Vellmar Franscesco D’Amico, Inhaber Sven Möller und die langjährige Verkäuferin Dagmar Ziegler.

Vellmar. In Vellmar ist nun offiziell von Händler Roland Skwarski die Spargelsaison bei Edeka Möller eingeläutet worden.

Etwas Überwindung kostet es, genüsslich in das Stück rohen Spargel zu beißen. Die Spitze schmeckt wie angekündigt nach Zuckerschote und der Rest hat geschmackliche Ähnlichkeit mit einem rohen Kohlrabi.

An den rund 25 gelben Verkaufsständen von Händler Roland Skwarski, die in ganz Kassel und dem Landkreis verteilt sind, kann ab sofort dank der sogenannten „Verfrühungsmethode“ das königliche Gemüse gekauft werden. Swarski bezieht den ersten Spargel tagesfrisch aus Südhessen und Ostwestfalen.

„Bei der Verfrühungsmethode werden Antitau- oder Thermofolien einige Wochen vor Erntebeginn über die Spargeldämme gespannt“, erläutert Skwarski. Die Folien sorgen für eine schnellere Erwärmung des Bodens und halten sogar die Wärme im Boden.

30 Verkaufsstände

Auch bei Erzeuger Manuel Klemme in Grebenstein-Schachten laufen die Vorbereitungen für den ersten heimischen Spargel auf Hochtouren: „Bei uns bekommen Sie frischen Caldener Spargel ab Anfang April. Das Wetter muss natürlich passen“, betont Klemme. Er verkauft seinen Spargel ausschließlich in seinen rund 30 roten Verkaufsständen in Erdbeerform, die im Landkreis und der Stadt Kassel verteilt sind.

„Ein königliches Gemüse wie der Spargel hat seinen stolzen Preis. Dies ist vor allem dem enormen Aufwand geschuldet: Bis der Spargel bei uns auf dem Tisch ist, haben 15 Leute daran zu tun. Erst im dritten Jahr nach der Pflanzung ist mit ersten kleinen Erträgen zu rechnen“, weiß Roland Skwarski. Spargelstechen sei auch in unserer heutigen technisierten Welt mühevolle Handarbeit. „Für jede Reihe Spargel muss ein Damm aufgehäuft werden und nach maximal acht bis zehn Jahren muss auf dem Feld etwas anderes angebaut werden“, ergänzt Klemme.

Während Klemme seinen Spargel am liebsten traditionell mit Sauce hollandaise, Kartoffeln und Schinken isst, kommt das Gemüse bei Skwarski auch mal in Olivenöl gebraten mit Schinkenwürfeln und Pumpernickel auf den Tisch.

Der kulinarische Genuss währt in jedem Jahr nur einige wenige Wochen: am Johannistag – dem 24. Juni – ist Schluss. Deshalb wird dieser Tag auch als „Spargelsilvester“ bezeichnet. 

Tipps für den Spargelkauf:

Im Vergleich zum Vorjahr ist mit keiner Preissteigerung beim Spargel zu rechnen. Bei Roland Skwarski kostet das Kilo je nach Handelsklasse zwischen 7,50 Euro und 14,50 Euro. Bei Manuel Klemme ist mit Preisen zwischen 5,95 Euro und 10,45 Euro je Kilo zu rechnen. 

Spargel wird insgesamt in drei Handelsklassen aufgeteilt. Premiumqualität erhält man durch Kauf der Klasse „Extra“. Die Stangen müssen mindestens einen Durchmesser von 12 Millimetern aufweisen, gerade gewachsen sein und fest geschlossene Köpfe haben. Sie dürfen nicht holzig, gespalten oder hohl sein. Die Spargelenden sollten nicht hohl, bräunlich verfärbt oder ausgetrocknet sein. 

Die beste Frischeprobe erreicht man durch Zusammendrücken der Schnittenden: Lässt der Spargel Saft, so ist er frisch. Der Saft sollte zudem angenehm riechen und nicht säuerlich schmecken. Frischer Spargel lässt sich gut mit dem Fingernagel einritzen und gibt leichtem Druck nicht nach. Die Stangen sollten fest sein und dürfen sich nicht biegen lassen.

Von Mirjam Hagebölling

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.