"Angekündigtes nicht eingehalten"

Ärger zum Stadtgeburtstag: Trostlosigkeit statt Fahrgeschäfte

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Enttäuscht: Nadine und Manuel Menger mit ihrem Sohn Leon (4) hatten sich mehr Fahrgeschäfte auf dem Festplatz erhofft als ein in die Jahre gekommenes Kettenkarussell. Trostloser Anblick: Anstatt der angekündigten Fahrgeschäfte fanden die Besucher auf dem Vellmarer Festplatz (kleines Foto) ein jämmerliches Bild ohne Karussells vor.

Vellmar. Der Festplatz in Vellmar gab während der Feierlichkeiten zum 40. Stadtgeburtstag einen trostlosen Anblick ab. Denn die Fahrgeschäfte waren nicht aufgebaut worden.

Viele Besucher waren enttäuscht, weil nicht das geboten wurde, was die Stadt im Vorfeld angekündigt hatte.

Hämmernde Bässe schallen von den zahlreichen Karussells. Während bunte Lichter durch die Nacht zucken, kreischen die Gäste vor Vergnügen auf den Fahrgeschäften. So sollte es eigentlich auf dem Festplatz in Vellmar während der Feierlichkeiten zum 40. Stadtgeburtstag zugehen.

Doch die Realität sah anders aus: Der Platz gab während des Festes ein eher trostloses Bild ab. Einzige Fahrgeschäfte waren ein in die Jahre gekommenes Kinderkettenkarussell und eine weitere ältere Bahn für die Jüngsten. Viele Besucher waren enttäuscht über das Bild, was sich ihnen bot und verärgert darüber, dass in Flyern und Programmheften ein Vergnügungspark angekündigt war, obwohl es keinen gab.

Enttäuschte Besucher

Nadine und Manuel Menger waren mit ihrem Sohn Leon (4) extra zum Karussellfahren von Calden nach Vellmar gekommen. „Was uns hier erwartete, hat uns total entsetzt“, sagte die junge Mutter. „Wenn wir das gewusst hätten, wären wir gar nicht gekommen“, ergänzte Manuel Menger. Auch Sabrina Strube war mit Töchterchen Lotta (4) da, um ein paar Runden auf dem Karussell zu drehen. Sie hätten viel mehr erwartet und seien sehr enttäuscht über den Festplatz, sagten sie.

Laut Ankündigung sollte es auch einen Vergnügungspark mit einer Auswahl an Fahrgeschäften für junge und ältere Besucher geben. „Das hatten wir auch mit dem Festwirt Elmar Meilenbrock so besprochen und vertraglich festgehalten“, erklärt Astrid Kneuer (Stadt Vellmar). Zweieinhalb Wochen vor Festbeginn hätte Meilenbrock die Fahrgeschäfte abgesagt, weil der Generalunternehmer, der für die Schausteller zuständig ist, ihm wiederum abgesagt hätte. Warum Meilenbrock so kurzfristig eine Absage erhielt, wusste Kneuer auch nicht. „Zwei Wochen vor dem Fest waren bereits alle Programmhefte gedruckt“, bedauert sie.

Dabei hätten die Stadt und der Festwirt alles Mögliche versucht. „Wir haben tagelang bis nach Hannover herumtelefoniert, um doch noch einpaar Schausteller zu bekommen - leider ohne Ergebnis“, betont die Stadtsprecherin. Sogar Bürgermeister Manfred Ludewig hätte sich persönlich dahintergeklemmt und Stunden am Telefon zugebracht, doch es sei nichts zu machen gewesen, alle Schausteller seien ausgebucht gewesen. Kurzfristig hatte ein Schausteller mit Autoscooter zugesagt, der aber irgendwann nicht mehr telefonisch erreichbar war.

Als den Organisatoren klar wurde, dass es auch keinen Autoscooter geben würde, waren die Bodenplatten für das Zelt bereits verlegt. „Wenn wir gewusst hätten, dass es keine Karussells gibt, hätten wir das Festzelt viel weiter vorn aufgestellt“, erklärt Astrid Kneuer.

Beim nächsten Fest will die Stadt wieder alles in eigener Regie durchführen. „Dann tragen wir wenigstens die Verantwortung, wenn etwas schiefläuft und die Leute können zu Recht verärgert über uns sein“, sagt die Stadtsprecherin.

Von Tina Hartung

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