Investition von fünf Millionen Euro

Stadtvillen in Niedervellmar sollen Oktober 2015 fertig sein

Animation ohne Pappeln: So wird die Wohnanlage in Niedervellmar beworben. Grafik: GPI

Vellmar. Stadtvillen sind angesagt in Kassel und Umgebung - ob in der Samuel-Beckett-Anlage im Vorderen Westen oder jetzt auch an der Grünanlage Am Mühlenweg in Niedervellmar.

Drei Exemplare mit je fünf Wohnungen realisiert dort zurzeit Bauherr und Planer Kristof Precht, Geschäftsführer der Gesellschaft für Projekte und Immobilien mbh (GPI) aus Kassel.

Bis Ende 2013 wurde das Gelände bis auf das unter Denkmalschutz stehende alte Mühlengebäude freigeräumt, das marode Wohnhaus und die angrenzende Scheune wurden abgerissen. Inzwischen sind große Teile der Rohbauten der drei Stadtvillen auf der 3300 Quadratmeter großen Fläche schon gut zu erkennen. Fünf Millionen Euro werden in das Projekt investiert, zu dem auch eine Tiefgarage samt Fahrstuhl mit 21 Stellplätzen gehört. Die Fertigstellung der Stadtvillen ist für Oktober 2015 geplant.

Danach soll die Sanierung des denkmalgeschützten Mühlengebäudes in Angriff genommen werden. Dort könnte nach den Vorstellungen der Bauherren Wohnraum mit Ateliercharakter Platz finden.

Für Verwirrung sorgten der Ahornbaum und die zehn Säulenpappeln, die aus Richtung der Grünanlage Am Mühlenweg in Sichtweite direkt vor den Stadtvillen stehen. Denn in der Animation der GPI-Planer, mit der die Objekte beworben werden, fehlen die Gehölze.

Die Pappeln gehören zu einem Grundstück, das die Stadt Vellmar in Erbpacht betreut. Eine Anfrage des Investors, die Bäume zu fällen, liegt der Stadt jedoch nicht vor. Dort sieht man daher „keine Notwendigkeit, etwas zu entscheiden“.

Bezüglich der Animation (Bild links), auf der die Pappeln fehlen, hieß es gestern beim Vermarkter, der Ricarda Frede Immobilien & Projektentwicklung, dass dies grafisch schwer darstellbar gewesen sei.

Aber die Bäume böten den Bewohnern auch einen gewissen Sichtschutz gegenüber den Fußgängern. Die Vermarktung der Wohnflächen läuft übrigens gut. Nach Angaben von Ricarda Frede Immobilien auf ihrer Internetseite sind schon 80 Prozent der Flächen am Mühlenweg verkauft. Zu haben sind nur noch ein Penthouse und eine Wohnung.

Von Stefan Wewetzer

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