Kürzungspläne des Bundes gefährden Streckenausbau

Tram nach Vellmar letzte größere Investition im Nahverkehr?

Kassel. Am Samstag geht die Straßenbahn nach Vellmar offiziell in Betrieb. Die Feierlaune dürfte bei den Planern der Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) getrübt sein.

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Möglicherweise wird der 37 Millionen Euro teure Streckenabschnitt eines ihrer letzten größeren Bauprojekte sein. Denn der Bund will die Zuschüsse für den Öffentlichen Nahverkehr deutlich kürzen und ab 2020 streichen. Noch überweist er im Jahr 1,3 Milliarden Euro zur Verbesserung der örtlichen Verkehrsverhältnisse an die Länder. Nach Hessen fließen 96,5 Millionen Euro. Das Geld ist für den kommunalen Straßenbau und Öffentlichen Nahverkehr bestimmt.

Archiv-Video: Regiotram rollt erstmals bis nach Vellmar

Ab 2014 sollen deutlich weniger Zuschüsse fließen, ab 2020 sollen sie ganz wegfallen. Die Länder sollen zwar weiterhin Geld erhalten, über dessen Verteilung auf einzelne Projekte aber selbst bestimmen können. KVG-Chef Dr. Thorsten Ebert befürchtet erhebliche Nachteile für den Öffentlichen Nahverkehr in Nordhessen. So könnten die 31 Millionen Euro teure Tramstrecke nach Waldau an der Finanzierung scheitern. (els)

Archiv-Video: Oberleitungen für neue Tram-Strecke

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