Günther Suchmann war Judoka, hat Fußball gespielt und vor allem erfolgreich geboxt

Boxer Günther Suchmann: Als Turner angefangen

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Legendäre Staffel: Die Boxer des KSV Hessen 1971/72 mit (von links) Hermann Müller, Eugen Schülbe, Jochen Schwarzbarth, Reinhard Schmidt, Willi Imke, Karl-Heinz Frank, Klaus Hichelis, Günther Suchmann, Harry Rimbach und Karl-Heinz Döhne.

Vellmar. Günther Suchmann hatte viele Sportarten betrieben, nie halbherzig, immer mit vollem Einsatz.

Angefangen hat er in Großalmerode, wo er auch geboren wurde, mit dem Turnen, später kam Boxen dazu, Judo und Fußball. Besonders aus der intensiven Zeit als Faustkämpfer hat Suchmann (Jahrgang 1948) viele Bilder in seinen Alben. Von seinen Kämpfen für ABC Wilhelmshöhe oder den KSV Hessen oder von den Staffeln bei den Bezirksmeisterschaften.

Box-Staffel des KSV Hessen

Unter anderem ist ein Foto von der legendären Boxstaffel des KSV Hessen aus der Saison 1971/72. Da tauchen fast nur bekannte Namen auf wie Eugen Schülbe, Reinhard Schmidt, Willi Imke oder Karl-Heinz Frank.

Interessant auch das Foto von den Bezirksmeisterschaften im März 1971 in der Königstorhalle. Damals waren 800 Zuschauer gekommen, um die Titelvergabe zu beobachten. Suchmann gewann damals gegen seine ABC-Clubkameraden Pöckler, ein alter Hase, der aber vom Ringrichter in der zweiten Runde aus dem Kampf genommen wurde.

Günther Suchmann

Mehr Fotos von Günther Suchmann gibt es im Regiowiki.   Unter den Meistern waren Eugen Schülbe, Reinhard Schmidt oder Udo Langer. Mit auf dem Foto auch Bezirkswart Gebhard Axmann, der 1978 bei einem Verkehrsunfall in der Nähe von London ums Leben kam. Axmann war Leiter einer Delegation aus vier Kasseler Boxvereinen, die einen Freundschaftskampf der Briten in Kassel erwiderten.

In der Sammlung von Günther Suchmann ist auch das Bild von seinem ersten Kampf, den trug Günther Suchmann im März 1966 als noch 17-Jähriger in der Carl-Anton-Henschel-Schule in Kassel aus. Bei den Bezirksmeisterschaften schlug er im Halbmittelgewicht den Bad Wildunger Bischoff nach Punkten.

Autogramm von Peter Müller

Kraftvolle Aktion: Günther Suchmann gewinnt 1969 gegen den Eschweger Blaschke den Bezirkstitel im Halbweltergewicht.

Und schließlich ist unter den Bildern auch die Autogrammkarte von Peter Müller (1927 bis 1992), den er einmal bei einem seiner Kämpfe traf. Aber nicht irgendeine Autogrammkarte.

Berühmt wurde Peter Müller, der wegen seiner gebückten Kampfhaltung und seines fröhlichen Aussehens dä Aap (Kölsch für „der Affe“) genannt wurde, nämlich als er am 8. Juni 1952 in Köln im Kampf um die Mittelgewichtsmeisterschaft gegen Hans Stretz den Ringrichter Max Pippow aus Berlin, der ihn zuvor wegen Klammerns ermahnt hatte, mit einem rechten Haken ausknockte. Und von dieser Szene ließ sich Müller wohl Autogrammkarten anfertigen.

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