Baubeginn nach Ostern

Unfallschwerpunkt: Vellmar bekommt einen Kreisel

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Problem angepackt: Trotz Uneinigkeit in Sachen Sicherheit ziehen Hessen Mobil und Vellmar nun an einem Strang. Bereits nach Ostern wird mit dem Bau eines Kreisels an der Kreuzung Hamburger Straße/Harleshäuser Straße in Vellmar-West begonnen. Zuletzt ereignete sich dort am 11. Mai 2016 ein schwerer Verkehrsunfall (Foto), bei dem eine Baunatalerin schwer verletzt wurde.

Vellmar. Nach langen Verhandlungen mit Hessen Mobil ist nun klar: Die gefährliche Kreuzung Hamburger Straße/Harleshäuser Straße in Vellmar-West wird sicherer.

„Bereits nach Ostern werden wir dort mit dem Bau eines Kreisverkehrs beginnen“, kündigt Bürgermeister Manfred Ludewig (SPD) an. Die Ausschreibung laufe bereits, in gut zwei Wochen werde der Auftrag vergeben.

Mit dem Bauvorhaben geht nun ein über 15 Jahre andauerndes Ringen um mehr Sicherheit an dem Verkehrsknotenpunkt nahe des Osterberges zu Ende. Über all die Jahre war es dort immer wieder zu schweren Verkehrsunfällen – auch mehrfach mit Todesfolge – gekommen. Laut Unfallstatistik der Polizei zählte die Kreuzung sogar zu den gefährlichsten Knotenpunkten im ganzen Landkreis überhaupt.

Zuletzt sorgte am 11. Mai 2016 ein heftiger Unfall für Schlagzeilen: Schwer verletzt wurde damals eine 29-jährige Baunatalerin, nachdem ihr ein Vellmarer die Vorfahrt genommen hatte. Ihr Wagen hatte sich nach der Kollision überschlagen und war erst 30 Meter weiter an einem Kornfeld liegen geblieben.

Trotz der vielen Unfälle waren sich die Stadt Vellmar und Hessen Mobil bis zuletzt nicht einig geworden, welche bauliche Maßnahme die notwendige Sicherheit an die Kreuzung bringen würde. Hessen Mobil hatte stets die preiswertere Lösung – eine Ampel – für ausreichend gehalten. Der Stadt Vellmar war das zu wenig.

Manfred Ludewig

„An der Kreuzung gibt es häufig Probleme mit der tief stehenden Sonne“, sagt Ludewig. Bei einer Gegenlichtsituation könne das Rotsignal der Ampel übersehen werden, was wiederum schwere Unfälle zur Folge haben könnte. Ludewig: „Für uns war immer klar, dass nur ein Kreisel die Verkehrsgeschwindigkeit an der gefährlichen Kreuzung und damit auch die Unfallwahrscheinlichkeit deutlich herabsenken kann“.

Vellmar zahlt 177.000 Euro

Doch zogen Hessen Mobil und die Stadt Vellmar zuletzt doch noch an einem Strang. „Wir haben jetzt eine Verwaltungsvereinbarung getroffen, nach der sich Hessen Mobil insoweit am Bau des Kreisels beteiligt, wie auch der Bau einer Ampel gekostet hätte“, sagt Ludewig – und das seien immerhin 205.000 Euro. Den Rest – weitere 177.000 Euro – stemmt nun die Stadt alleine. Fördermöglichkeiten gebe es keine.

„Aber das ist uns das Geld wert“, sagt Ludewig. Der Kreisverkehr werde einen Standarddurchmesser von 35 Metern mit Mittelinsel (Durchmesser: 21 Meter) bekommen. Die bauliche Umsetzung sei relativ einfach, sodass mit einer vergleichsweise kurzen Bauzeit zu rechnen sei. „Wie wir den Verkehr in der Zeit umleiten werden, ist gerade in Planung“, sagt Ludewig.

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