Unterführung immer noch gesperrt

Vellmar: Anlieger müssen wegen Baustelle an der Günterslohe lange Umwege fahren

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Restarbeiten. Noch wird im Bereich des neuen Brückenbauwerks an der Günterslohe in Vellmar gearbeitet. Voraussichtlich ab November soll die Straße für Radfahrer und Fußgänger wieder uneingeschränkt passierbar sein.

Vellmar. Seit 21 Monaten ist die Günterslohe in Vellmar wegen des Neubaus einer Eisenbahnüberführung für alle Verkehrsteilnehmer gesperrt.

Die Deutsche Bahn musste mit einem Kostenaufwand von rund zwei Millionen Euro eine Gewölbebrücke erneuern, die vor 170 Jahren beim Bau der Kaiser-Wilhelm-Nordbahn errichtet worden war. Sie war den Anforderungen des modernen Schienenverkehrs nicht mehr gewachsen.

Laut Terminplan der Deutschen Bahn sollte die Maßnahme bis zum September dieses Jahres abgeschlossen sein. Doch immer noch können Radfahrer und Fußgänger die Baustelle nicht passieren und müssen große Umwege in Kauf nehmen.

Von Anfang an stand fest, dass hier künftig keine Fahrzeuge mehr verkehren sollen. Lediglich für Radfahrer und Fußgänger sollte die neue Unterführung nutzbar sein. Doch bis heute ist der Durchgang im Baustellenbereich gesperrt.

Große Belastung

Christof Sperl

„Viele Menschen aus Vellmar-West nutzen die Unterführung Günterslohe, um zur Straßenbahnhaltestelle oder nach Niedervellmar zu gelangen“, erklärt Christof Sperl. „Seit gut eineinhalb Jahren ist das nicht mehr möglich und dieser Umstand stellt gerade für ältere Menschen eine starke Belastung dar. Sie müssen Umwege von bis zu 1000 Metern in Kauf nehmen. Ich halte eine so lange Bauzeit für unzumutbar. Hier sollten die Interessen der Fußgänger und Radfahrer besser berücksichtigt werden. Es ist ja nicht so, als wäre diese Durchführung nicht wichtig. Wäre sie ohne Bedeutung, hätte die Bahn keine so große Summe investiert, zumal die Straße künftig nicht mehr von Autos befahren werden soll“.

Seit Pfingsten 2017 laufe der Bahnverkehr über das neue Brückenbauwerk wieder ohne Einschränkungen, teilt die Pressestelle der Bahn auf Anfrage mit. Momentan werde noch ein Kabelkanal für die Aufnahme von Kabeln gebaut und die Böschungen des Bahndamms hergestellt.

Bis voraussichtlich Ende Oktober dauere die Fertigstellung der Entwässerungsanlagen für die Bauwerksentwässerung sowie die notwendigen Arbeiten für Straßenbau und Beschilderung. Außerdem stünden noch Ausgleich-Pflanzungen an und die Räumung der gesamten Baustelle.

Die Öffnung der Günterslohe kann aus Sicht der Bahn AG voraussichtlich Anfang November erfolgen.

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