OSC Vellmar macht beim Sieg gegen Hadamar aus vier Chancen vier Tore

Torschütze und Aktivposten: Moritz Meuser (hier rechts gegen Sebastian Gurok). Foto: Malmus

Vellmar. Attraktiv und effektiv: Die beiden Adjektive passen beim Fußball nicht immer zusammen, aber das Hessenligaspiel zwischen dem OSC Vellmar und Rot-Weiß Hadamar dient nun als Beispiel dafür, dass eine Mannschaft sowohl schön als auch erfolgreich spielen kann.

Die Rede ist vom OSC Vellmar, der am Samstag auf dem heimischen Sportplatz am Schwimmbad einen in dieser Höhe überraschenden Sieg feierte. Und nun haben die Vellmarer die Qual der Wahl. Jetzt zerbrechen sie sich die Köpfe darüber, welchen ihrer vier Torschützen sie der ARD-Sportschau für das Tor des Monats vorschlagen sollen.

1. Moritz Meuser: Wie am Schnürchen läuft der Ball über die Stationen Enes Glogic und Enis Salkovic durch das Mittelfeld. Was Salkovic dann macht, hätte man früher „Pass in die Gasse“ genannt, heute heißt es „Pass in die Schnittstelle der Abwehr“. Meuser ist es egal, ob er in die Gasse oder Schnittstelle läuft. Meuser schießt flach und platziert und erzielt den Treffer zum 1:0. Es läuft die 51. Minute.

2. Enis Salkovic: Jetzt ist Salkovic Meuser, und Springer ist Salkovic. Jetzt spielt Springer den Ball in die Gasse (oder Schnittstelle), und Salkovic lässt Torwart Strauch keine Chance. Es läuft die 63. Minute, und es steht 2:0 für den OSC Vellmar.

3. Roger Garcia Hortigosa: Der eingewechselte Spanier hat wohl bei der ARD keine Chance, denn er erzielt den einzigen „normalen“ Treffer. Nach einer misslungenen Zukorlic-Ecke entsteht Chaos im Strafraum, und schließlich ist Garcia Hortigosa per Nachschuss erfolgreich. Es läuft die 75. Minute, und es steht 3:0 für den OSC Vellmar.

4. Christian Wollenhaupt: Der Kapitän ist ein ganz heißer Kandidat für das Tor des Monats, denn Christian Wollenhaupt spielt einen doppelten Doppelpass mit Garcia Hortigosa und lässt sich die Torchance nicht entgehen. Es läuft die 80. Minute, und es steht 4:0 für den OSC Vellmar. Das ist auch der Endstand.

OSC Vellmar gegen Rot-Weiß Hadamar: Das Fußballspiel wird auch deshalb in die Sportgeschichte eingehen, weil keine einzige Torchance vergeben wurde. Hadamar hatte keine, und Vellmar machte aus vier Chancen vier Tore. Es war - siehe oben - attraktiv und effektiv.

Aber alles, was bisher geschrieben wurde, gilt nur für die zweite Halbzeit. Die ersten 45 Minuten waren ohne Höhepunkte dahingeplätschert. Dennoch war Mario Deppe zufrieden. „Ich wusste, dass die Mannschaft zu einer so starken Leistung fähig sein würde. Der Unterschied zu den bisherigen beiden Spielen war nur, dass sie sich diesmal mit Toren belohnt hat“, lobte Vellmars Trainer.

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