Projektname "In der Aue"

Vellmar baut neuen Kindergarten

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Mitten in der Stadt und doch im Grünen: In der Aue, zwischen Seniorenheim und Hallenbad, soll der neue Kindergarten entstehen.

Vellmar. Das Gebäude soll ab Mitte März 2018 in der Stadtmitte entstehen und Platz für maximal 100 Kinder bieten.

Der vorläufige Projektname lautet „In der Aue“, denn genau dort soll der neue Kindergarten der Stadt Vellmar entstehen. Zwischen Hallenbad und Seniorenheim gelegen sollen – wenn alles nach Plan läuft – ab dem Spätsommer 2019 maximal 100 Kinder mitten in der Stadt und doch im Grünen betreut werden. „Das ist ein tolles Grundstück“, sagt der Projektleiter für den Kindergarten-Neubau, Emir Alickovic von der Stadt Vellmar.

Neubau für vier Gruppen

Vier Gruppen sollen in dem Neubau Platz finden. Zurzeit entwickeln die beauftragten Architekturbüros aus Kassel (Foundation 5+ sowie Architektur und Städtebau Bankert, Linker und Hupfeld) den ersten Entwurf. Ende März soll dieser dann der Bauaufsicht vorgelegt werden und, wenn alles nach Plan läuft, mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Für das Gesamtprojekt hat die Stadt Vellmar 2,7 Millionen Euro veranschlagt. Davon kommen 1,3 Millionen Euro aus dem kommunalen Investitionsprogramm. Den Rest der Kosten übernimmt die Stadt. Mit dem Neubau stockt die Stadt ihr Betreuungsangebot auf insgesamt sechs Kindertagesstätten auf. Zusätzlich gibt es noch den katholischen Kindergarten Heilig-Geist, der keine städtische Einrichtung ist. Insgesamt werden in Vellmar derzeit über 660 Kinder in Krippen und Kindergärten betreut.

Für die Betreuung der Kinder hat die Stadt im Haushaltsentwurf 2018 statt der bislang 88 nun 100 Stellen vorgesehen. Da jedoch die meisten Erzieher in Teilzeit arbeiten, sind insgesamt 130 Menschen in den Kindertagesstätten der Stadt angestellt. Das entspricht einem Betreuungsschlüssel von 2,25 Mitarbeitern pro Gruppe. „Wir haben da eine halbe Stelle mehr, als gesetzlich vorgegeben“, sagt Vellmars Bürgermeister Manfred Ludewig (SPD). „Das ist ein Qualitätsmerkmal.“ Allerdings habe die Stadt dadurch auch höhere Personalkosten. Die Erzieher stellen zudem die bei weitem größte Gruppe beim Personal der Stadtverwaltung. Insgesamt sind dort 320 Mitarbeiter angestellt.

Hintergrund: Kosten für die Kinderbetreuung

Jeder Kitaplatz kostet 9963 Euro im Jahr. Davon übernimmt die Stadt Vellmar 6835 Euro, der Anteil der Eltern beläuft sich auf 1687 Euro, das Land Hessen gibt die restlichen 1441 Euro. „Von der Drittelfinanzierung haben wir uns schon lange komplett verabschiedet“, sagt Ludewig. Wie sich die geplante Kita-Beitragsfreiheit auf die Kosten auswirken wird, kann der Bürgermeister noch nicht sagen. Dafür sei noch vieles zu unklar. Aber er rechnet fest damit, dass Eltern vermehrt ihre Kinder für die volle beitragsfreie Zeit anmelden werden. Werden die Kinder von 8 bis 16 Uhr betreut, zahlen Eltern 163 Euro. Bisher bekommt die Stadt Vellmar vom Land 100 Euro für fünf Stunden Betreuung. Die tatsächlichen Kosten für fünf Stunden liegen bei 122 Euro. Den Fehlbetrag muss die Stadt aus Steuermitteln finanzieren. „Die Mittel reichen bei Weitem nicht aus, um die Kosten der Kommune zu decken“, sagt Ludewig.

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