Neuer Trausaal

Vellmar: Heiraten im Raum der Hoffnung

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Neuer Trausaal: Ab sofort bietet die Stadt Vellmar Eheschließungen auch im „Raum der Hoffnung“ der katholischen Heilig-Geist-Gemeinde an. Unser Foto zeigt Pfarrer Manuel Peters (links) und den Standesbeamten Jan Bischoff.

Vellmar. Der Name ist Programm: "Raum der Hoffnung" heißt der neue Trausaal der Stadt Vellmar. Der Raum gehört der katholischen Kirchengemeinde Heilig Geist, wird allerdings ab sofort auch vom Vellmarer Standesamt für Eheschließungen genutzt.

Grund ist die anstehende Rathaussanierung. „Wenn wir aus dem Rathaus in unsere Interimsstätten ziehen, haben wir keinen Trausaal mehr“, sagt Bürgermeister Manfred Ludewig (SPD), „deshalb haben wir schon länger nach einem Ersatz gesucht und der Raum der Hoffnung war gleich unsere erste Wahl“.

Unterschiedliche Farben

Der Bürgermeister schwärmt von der „tollen Atmosphäre“ und der Einrichtung des Raumes, der mit 300 Holzstäben und Lichtnischen für Kerzen ausgestattet ist. Spezielle Leuchtröhren lassen sich in unterschiedlichen Farben einstellen und somit dem jeweiligen Anlass anpassen. Zudem ist der beheizte Raum – bis auf wenige Ausnahmen in der kalten Jahreszeit – das ganze Jahr und rundum die Uhr geöffnet.

„Der Raum richtet sich an alle Menschen, ganz egal, welcher Religion sie angehören“, betont Pfarrer Manuel Peters. Deshalb müsse auch niemand die benachbarte Kirche betreten, um in den Raum zu gelangen. „Hier wird niemand von der Kirche vereinnahmt“, sagt Peters. „Und wenn jemand seinen Gebetsteppich mitbringen und singen möchte, dann ist er dazu auch herzlich eingeladen.“

Schon zehn Anmeldungen

Nach Auskunft des Standesbeamten Jan Bischoff heiraten in Vellmar jedes Jahr 80 bis 90 Paare. Nachdem Magistrat und Stadtverordnetenversammlung der Kooperation mit der Kirchengemeinde zugestimmt hatten, haben sich bereits zehn Paare bei Bischoff angemeldet, um in dem neuen Trausaal zu heiraten. Die Gebühr für Miete und Eheschließung im Raum der Hoffnung, der Platz für bis zu 40 Stühle bietet, beträgt 150 Euro. Davon gehen 60 Euro an Heilig Geist.

Der Raum der Hoffnung wird normalerweise als öffentlicher Andachtsraum, für kleine Konzerte sowie für Gottesdienste genutzt. Auch Schüler der Ahnatalschule sind im Rahmen ihres Religionsunterrichts häufiger zu Gast.

Ob das Standesamt auch nach fertiger Rathaussanierung dort noch Trauscheine ausstellen wird, „das werden wir sehen“, sagt Bürgermeister Ludewig. „Wenn die Nachfrage entsprechend ist, sehe ich keinen Grund, die Kooperation zu

beenden“.

www.raum-der-hoffnung.de

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