Erste fest installierte Anlagen in den Orten

Vellmar und Fuldatal bauen neue Blitzer an Bundesstraßen auf

Fuldatal/Vellmar. An der B3 in Wahnhausen und an der Bundesstraße 7/83 in Niedervellmar wird künftig dauerhaft geblitzt.

Insgesamt lassen die Gemeinde Fuldatal und die Stadt Vellmar vier stationäre Radaranlagen aufstellen.Es sind die ersten fest installierten Blitzer in beiden Orten.

Die Anlage im Fuldataler Ortsteil Wahnhausen wird im Bereich des Festplatzes errichtet, wo die erlaubte Höchstgeschwindigkeit bei Tempo 50 liegt. „Messungen haben immer wieder ergeben, dass diese Geschwindigkeit von etwa der Hälfte aller Verkehrsteilnehmer zum Teil deutlich überschritten wurde“, sagt Heike Möller, Leiterin des Fuldataler Ordnungsamtes. Deshalb sei entschieden worden, auf Höhe des Festplatzes eine Geschwindigkeitsmessanlage mit zwei Blitzern zu errichten – für jede Fahrtrichtung einen.

„In dem Bereich befinden sich die einzige Bushaltestelle und der einzige gesicherte Fußgängerüberweg im Ort“, sagt Möller, die deshalb von einer „besonders schutzwürdigen Örtlichkeit“ spricht. Anwohner hätten dem Ordnungsamt zudem berichtet, dass sie aus Angst vor zu schnellen Autos im Zweifel nicht den Zebrastreifen überqueren würden, sondern lieber abwarten, bis kein Auto mehr zu sehen sei. Ein Unfallschwerpunkt ist die B3 in Wahnhausen aber „noch nicht“, so Möller. Die Aufstellarbeiten sollen noch in dieser Woche beginnen. Wann die Anlage scharf gestellt wird, steht noch nicht fest.

Gefahrenstelle in Wahnhausen: Im Bereich des Festplatzes und des einzigen Zebrastreifens im Ort werden ebenfalls zwei Radaranlagen errichtet.

Das gilt auch für die geplanten Blitzer in Vellmar. Fest steht hingegen, wo die Blitzer errichtet werden sollen: auf Höhe des ehemaligen Hotels Rosengarten an der B 7 / 83 in beide Fahrtrichtungen. Dort ist maximal Tempo 60 zulässig. „In Richtung Kassel hatten wir in der Vergangenheit einige Auffahrunfälle“, begründet Wolfhard Eidenmüller vom Vellmarer Ordnungsamt die Standortwahl. Aufgebaut werden die Blitzer in den nächsten Wochen. Nach einem Testlauf würden die Anlagen dann offiziell in Betrieb gehen.

Zusätzliche Kosten durch das Aufstellen der Blitzer fallen nach Auskunft der jeweiligen Ordnungsämter weder für Fuldatal, noch für Vellmar an, die mit Ahnatal einen gemeinsamen Ordnungsbehördenbezirk bilden. „Wir haben uns für ein Beteiligungsmodell entschieden“, sagt Eidenmüller. Zwar kümmern sich die Behörden selbstverständlich um das fachgerechte Einstellen der Blitzer und um das Auslesen der Daten sowie das Verfolgen der Temposünder.

Die komplette technische Wartung übernimmt jedoch die Firma Limitec Verkehrskontrolle GmbH aus Hann. Münden – und erhält im Gegenzug einen bestimmten Geldbetrag pro Ordnungswidrigkeit beziehungsweise pro Bußgeld. Wie hoch dieser Anteil ist, wollte Eidenmüller aber nicht verraten.

Rubriklistenbild: © Schaffner/Montage HNA

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