Porträt: Manfred Ludewig (SPD)

Vellmars neuer Bürgermeister: Sein Herz schlägt für Handball

Gehört seit vier Jahren mit zur Familie: Hund Jule. Manfred Ludewig liegt viel an seiner Familie, zudem engagiert er sich im Handball.   Foto: Wüstefeld

Vellmar bekommt einen neuen Bürgermeister: Ab dem 27. November übernimmt Manfred Ludewig das Amt von Dirk Stochla (beide SPD).  In einer losen Folge stellen wir verschiedene Aspekte des Wechsels vor. Begonnen wird mit einem Porträt von Manfred Ludewig.

Manfred Ludewig hat gern Boden unter den Füßen: Der 47-Jährige mit der klaren, randlosen Brille hat schon zwölf Marathonläufe beendet, in Paris, Hamburg und Berlin. In der Luft hingegen ist der baldige Bürgermeister von Vellmar hingegen nicht: „Ich habe Höhenangst - trotzdem war ich in Österreich schon einmal paragliden“, erzählt Ludewig. Wiederholen müsse er das dennoch nicht, stattdessen habe er den Vorsatz gefasst, in nächster Zeit wieder vermehrt joggen zu gehen - mit einem lächelnden Blick an sich hinunter.

Sport mache er am liebsten in seiner Wahlheimat Vellmar. „Die Stadt ist mir ans Herz gewachsen, meine Familie und ich fühlen uns wohl hier.“ Das liege auch an der guten Infrastruktur: Das Freizeitangebot sei groß, für jedes Interesse gebe es einen Verein. Zudem sei der Ahnepark ein idealer Ort zur Erholung, er biete aber auch Platz für verschiedene kulturelle Veranstaltungen. „Hier ist alles vorhanden.“

Ludewig wählt seine Worte mit Bedacht, wirkt zurückhaltend. Bei dem Thema, was ihm am meisten am Herzen liegt, taut er jedoch etwas auf: seiner Familie.

„Das Schönste und Aufregendste war die Geburt meiner beiden Söhne“, sagt er und nickt wie zur Bestätigung. Die sind mittlerweile 11 und 14 Jahre alt und kommen zumindest teilweise nach dem Papa: So wie Manfred Ludewig und seine Frau Bettina auch, stand für beide lange Zeit der Handball im Vordergrund, Jonas, der ältere, gehe jetzt aber nicht mehr zum Training: „Meine Frau und ich versuchen aber noch, ihn wieder umzustimmen“, sagt Ludewig und lächelt leicht. Für ihn selbst ist Handball ein toller Sport: In unaufgeregtem Ton erzählt er, die Hände vor sich auf dem Tisch gefaltet, dass er lange Zeit selbst aktiv war, später in der Oberliga gepfiffen habe und jetzt noch Vorsitzender des Handballbezirks Kassel-Waldeck ist. „Ich bin auch bei fast jedem Heimspiel des TSV Vellmar“, erzählt er, „und auch den Handballern der MT Melsungen drücke ich die Daumen.“

Doch sein Herz schlägt auch noch für einen anderen Verein: den FC Bayern München. Neben einer Mitgliedschaft des Fußballvereins besitzt er auch eine Fahne, die das Eckgrundstück der vierköpfigen Familie, die noch den vierjährigen Golden Retriever Jule ihr Eigen nennen, ziert. Für die restlichen Verschönerungen in Form von Bäumen, Büschen und Blumen sieht er sich aber nicht zuständig: „Nein, ich bin kein Gartenmensch“, sagt Ludewig, dessen jüngerer Bruder noch in deren Heimat Uslar lebt, mit ein klein wenig Nachdruck in der Stimme.

Dafür aber koche er gern - „zumindest freitagmittags, wenn ich zuerst zu Hause bin“, gibt Ludewig zu und lacht. Ob er das auch noch schafft, wenn er erst einmal Bürgermeister ist, weiß er nicht. „Aber meine Söhne kommen jetzt auch etwas später aus der Schule, ich habe da dann einen kleinen Zeitpuffer.“ Seinen letzten Arbeitstag als Kämmerer der Stadt Fuldatal hatte Ludewig am Dienstag, 4. November.

Von Constanze Wüstefeld 

Haben Sie Wünsche an Manfred Ludewig (SPD), was er während seiner Zeit als Bürgermeister in Vellmar erreichen soll? Dann schreiben Sie uns an kreiskassel@hna.de

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.